Freiberg/Niederwiesa - In Mittelsachsen wurden zwei Seniorinnen (94, 86) Opfer von falschen Polizisten. Die Betrüger erbeuteten von den Frauen Wertsachen und Schmuck.
Wie die Polizei mitteilte, wurden die beiden betagten Frauen aus Freiberg und Halbbrücke unabhängig voneinander am Dienstag von angeblichen Polizisten angerufen. Die Unbekannten behaupteten, es habe im Wohnumfeld Einbrüche gegeben. Die Taten seien von Banden verübt worden.
"Unter dem Vorwand, vorhandene Vermögenswerte schützen zu wollen, erkundigten sie sich nach Bargeldbeständen und Wertgegenständen in den Haushalten", berichtet ein Polizeisprecher am Mittwoch.
Die Betrüger forderten ihre Opfer auf, Bargeld und Schmuck in einem Topf vor die Haustür zu stellen. Die Sachen sollten dann durch die Polizei geprüft werden. Die Seniorinnen kamen der Aufforderung nach.
"Anschließend holten die Unbekannten unbemerkt die abgelegten Wertsachen ab und verschwanden damit", so die Polizei.
Die Frauen hatten in den Töpfen Bargeld und Schmuck im Gesamtwert von mehreren Zehntausend Euro deponiert. Die Polizei ermittelt nun wegen Betrugs.
Am heutigen Mittwoch wurden weitere versuchte Betrugsfälle bekannt. Auch in Niederwiesa und Flöha wollten Unbekannte, die sich als Polizeibeamte ausgaben, an das Ersparte von Angerufenen gelangen. Nach ersten Informationen soll in diesen Fällen aber kein Schaden entstanden sein.
Falsche Bankmitarbeiter erbeuten rund 90.000 Euro
Aktuell sind mutmaßliche Betrüger nicht nur als Polizisten unterwegs, sondern auch als Bankmitarbeiter. Laut Polizei hat ein Mann aus Brand-Erbisdorf mehrere Zehntausend Euro verloren, nachdem er am Montag eine Mail von seiner Hausbank erhalten hatte. Dort sollte er seine Daten bestätigen, gab seine Zugangsdaten an, darunter auch seine Telefonnummer. Es folgte der Anruf eines vermeintlichen Bankmitarbeiters, in der Folge kam es zu betrügerischen Überweisungen in Höhe von rund 50.000 Euro.
Auch eine Frau (66) aus Freiberg erhielt am Montag einen Anruf von ihrer vermeintlichen Hausbank. Die Frau vertraute dem Anrufer und überwies mehr als 40.000 Euro.