Rattengift in Babykost: Suche nach zweitem Glas ausgeweitet

Von Matthias Röder

Wien/Ingolstadt - Die Polizei in Österreich hat die Suche nach einem möglicherweise vergifteten Glas mit Babynahrung ausgeweitet. "Wir setzen alle Hebel in Bewegung und haben nun auch Kontakt zu Kindergärten und Pflegeeinrichtungen aufgenommen", sagte eine Sprecherin der Polizei im Bundesland Burgenland.

Außer in Österreich sind auch mit Rattengift verseuchte Gläschen in Tschechien und der Slowakei aufgetaucht.  © Tobias Steinmaurer/APA/dpa

Am Wochenende war ein mit Rattengift verseuchtes Glas "Karotten mit Kartoffeln" 190 Gramm der Firma Hipp im Burgenland sichergestellt worden.

Zumindest zwei Gläser sollen in dieser Region in Umlauf gebracht worden sein.

Die österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (Ages) hatte am Samstag von einem mutmaßlichen Erpressungsversuch geschrieben.

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Sie strich diesen Hinweis später aus ihrer Pressemitteilung. In Deutschland ermittelt die Kripo in Ingolstadt. Deutschland ist laut Polizeipräsidium Oberbayern Nord aber nicht betroffen.

Die Staatsanwaltschaft in Österreich ermittelt nach eigenen Aussagen wegen "vorsätzlicher Gemeingefährdung".

Nach dem vorläufigen toxikologischen Gutachten, bei dem Rattengift im sichergestellten Glas festgestellt worden war, erfolge eine genauere Untersuchung.

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Auch Tschechien und Slowakei sind betroffen

Die von Hipp hergestellte Babynahrung "Karotten mit Kartoffeln" (190 Gramm) sorgt bei Behörden, Unternehmen und Eltern für Sorgenfalten.  © Vifogra / Felix Kirberg

Dabei werde es um die Dosis gehen und wie gefährlich das Rattengift beim Verzehr gewesen wäre, so eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Burgenland.

Laut Polizei wären manipulierte Gläser an einem beschädigten Deckel oder am Fehlen des Plopp-Lauts beim Öffnen erkennbar.

Zudem sollen die manipulierten Gläser einen weißen Aufkleber mit rotem Ring am Glasboden haben.

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Produkte und Vertriebswege in Deutschland oder anderen europäischen Ländern, die nicht Bestandteil der Ermittlungen sind, seien nicht betroffen, sagte am Wochenende Hipp-Sprecher Clemens Preysing der Deutschen Presse-Agentur.

Er bestätigte, dass außer in Österreich mit Rattengift verseuchte manipulierte Gläschen auch in Tschechien und der Slowakei aufgetaucht seien.

Die Handelspartner in Tschechien und der Slowakei hätten vorsorglich alle Hipp-Gläschen aus dem Verkauf genommen, sagte der Hipp-Sprecher.

Er sprach von einem "externen kriminellen Eingriff". "Der Vorfall steht in keinem Zusammenhang mit Produktqualität oder Herstellung", betonte er.

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