Reisekoffer fällt durch Gestank auf: Flughafen-Zoll wird stutzig und entdeckt DAS

Düsseldorf - Ekelfund am Düsseldorfer Flughafen: Die einen bringen Kühlschrankmagnete aus dem Urlaub mit, andere gleich einen ganzen Tierschädel!

Schon die Röntgenbilder gaben den Zöllnern am Düsseldorfer Flughafen einen ersten Hinweis auf den Tierschädel.  © Hauptzollamt Düsseldorf

Als ein Reisender am größten NRW-Airport den Zollbereich durch den grünen Bereich verlassen wollte, hielten ihn die Beamten an, da von seinem Koffer ein unangenehmer Geruch ausging.

Der gebürtige Türke war an diesem Tag von Kayseri (Türkei) aus nach Düsseldorf gereist, von wo aus er den Weg in seine belgische Heimat fortsetzen wollte. Doch auf den Röntgenbildern fiel den Zöllnern sofort etwas auf ...

Sie entdeckten ein Objekt, das wie ein Tierschädel aussah. Nach dem Öffnen des Gepäckstücks verstärkte sich der Verwesungsgeruch noch weiter. Verpackt in Plastiktüten konnten die Beamten schließlich die Ursache des Gestanks identifizieren. Es handelte sich um einen Wildschweinschädel samt Unterkiefer, komplett mit Haaren und Fleischresten.

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Auf die Frage, weshalb er so etwas im Gepäck habe, gab der Fluggast an, dass er Jäger und der Schädel eine Jagdtrophäe aus dem Urlaub sei.

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Mitführen von Wildschweinschädel grundsätzlich nicht verboten

Der Wildschweinschädel samt Unterkiefer, komplett mit Haaren und Fleischresten, wurde noch vor Ort entsorgt.  © Hauptzollamt Düsseldorf

Tatsächlich ist das Mitführen eines solchen Objekts nicht einmal verboten, zumal Wildschweine nicht unter Artenschutz stehen. Allerdings stellten die faulende Fleisch- und Hautreste aufgrund von Tierseuchen ein erhebliches Risiko dar.

Deshalb wurde der Schädel von den Zöllnern auch einkassiert und noch vor Ort entsorgt. Bestraft wurde der Urlauber aber nicht, er kam lediglich mit einer Verwarnung davon. Anders sah es in Bezug auf die Zigaretten in seinem Gepäck aus.

Davon hatte der türkische Staatsbürger nämlich deutlich zu viele mit an Bord genommen. Anstatt der erlaubten 200 Stück befanden sich satte 800 Glimmstängel neben den Wildschwein-Überresten in seinem Koffer.

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Für dieses Vergehen wurde dann sehr wohl eine Strafe fällig. Nachdem er den Betrag vor Ort beglichen hatte, durfte der Reisende seinen Heimweg nach Belgien fortführen.

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