Schon wieder Attacke in Bahn: Mann schlägt Zugbegleiterin ins Gesicht und drückt Zigarette auf ihr aus

Köthen (Anhalt) - Immer wieder werden Zugbegleiterinnen und Zugbegleiter bei der Ausübung ihrer Arbeit angegriffen. Jetzt traf es eine Frau in Sachsen-Anhalt, die Anfang der Woche in einer Regionalbahn mehrfach von einem Mann ins Gesicht geschlagen worden ist.

Der Vorfall ereignete sich in einer Regionalbahn nahe Köthen. (Symbolfoto)  © Peter Gercke/zb/dpa

Der Vorfall ereignete sich am späten Montagnachmittag gegen 17.25 Uhr auf der Strecke zwischen Dessau und Aschersleben auf Höhe des Bahnhofs Köthen, wie ein Sprecher der Bundespolizei am Mittwoch erklärte.

Demnach habe die 46 Jahre alte Zugbegleiterin die Fahrscheine kontrollieren wollen, als ihr ein Mann auffiel, der in der Regionalbahn rauchte. Sie wies den 36-Jährigen auf das Rauchverbot hin, der aber nahm das nicht einfach so hin.

Stattdessen wurde er aggressiv, drückte seine Zigarette auf der Kleidung der Frau aus und schlug ihr schließlich mehrfach ins Gesicht. Andere Reisende sollen eingegriffen und ihn festgehalten haben, bis die alarmierte Polizei eintraf.

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Diese konnten den Mann am Köthener Bahnhof stellen, wobei der Verdächtige auch jetzt wieder äußerst aggressiv reagiert, die Beamten angegriffen, beleidigt und bedroht habe.

Diese blieben unverletzt, die Bahnmitarbeiterin jedoch nicht: "Die 46-Jährige erlitt sichtbare Verletzungen im Gesichtsbereich und brach ihren Dienst nach dem Vorfall ab", hieß es weiter. Außerdem sei ihre Brille kaputtgegangen.

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Haftrichter macht kurzen Prozess

Dort erwarteten alarmierte Bundespolizisten den Mann (36) bereits. (Symbolfoto)  © Sven Hoppe/dpa

Es stellte sich heraus, dass der 36-jährige Deutsche einiges an Alkohol intus hatte, ein entsprechender Test ergab einen Wert von 2,36 Promille.

Gegen ihn wird jetzt wegen zahlreicher Delikte ermittelt: Körperverletzung, Sachbeschädigung, Erschleichen von Leistungen, Hausfriedensbruch, tätlichem Angriff auf und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Bedrohung und Beleidigung.

Der Verdächtige wurde festgenommen und am Dienstag einem Haftrichter vorgeführt. "Dieser erließ einen Hauptverhandlungshaftbefehl, um die zeitnahe Durchführung des Strafverfahrens sicherzustellen", so der Sprecher. Er wurde in eine JVA gebracht.

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Immer wieder kam es in den vergangenen Monaten zu Angriffen auf Zugbegleiter. Großes Aufsehen erregte Anfang Februar eine Attacke auf einen 36-jährigen Mann in Rheinland-Pfalz, in dessen Folge der zweifache alleinerziehende Vater an seinen schweren Kopfverletzungen gestorben war.

Am kommenden Mittwoch beginnt der Prozess gegen einen 26-jährigen Griechen. Zunächst sollte dieser wegen Mordes angeklagt werden, nun wird aber wegen Körperverletzung mit Todesfolge verhandelt.

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