Tiertransporter auf A2 gefangen: Polizei kann nicht alle 9000 Hühner vor Hitzetod retten
Möckern - Auf der A2 musste die Polizei am Freitagnachmittag einen Tiertransporter aus einer misslichen Lage retten. Tausende Tiere drohten in extremer Hitze zu verenden.
Der mit etwa 9000 Hühner geladene Transporter war auf dem Weg von den Niederlanden auf dem Weg zu einem Schlachthof in Polen, als er in einen langen Stau geraten war.
Auf der A2 zwischen den Anschlussstellen Theeßen und Ziesar in Richtung Berlin entschied der Fahrer des Lasters aufgrund der hohen Temperaturen die Rettungsleitstelle zu verständigen, da er befürchtete, dass die geladenen Tiere verenden können.
"Nach einer ersten Versorgung des Tiertransportes auf der Rastanlage Wüstenforst durch Feuerwehr und Veterinäramt mit Wasser und Ventilatoren reichten die Maßnahmen nicht aus", erklärte ein Sprecher der Polizeiinspektion Magdeburg.
In Abstimmung mit dem Veterinäramt entschied die Polizei daher, den Tiertransport unter Begleitung mehrerer Funkstreifenwagen durch den Staubereich zu leiten.
Der Transporter wurde zunächst von zwei Polizeiwagen bis zur Anschlussstelle Ziesar geführt, wo eine weitere Streife den Verkehr regelte, sodass der Tiertransport den Staubereich möglichst ohne weitere Verzögerungen passieren konnte.
Trotz der eingeleiteten Maßnahmen verendeten rund 150 der insgesamt 9000 Hühner. Das zuständige Veterinäramt leitete anschließend rechtliche Schritte gegen den Verantwortlichen des Tiertransportes sowie weitere Beteiligte ein.
Titelfoto: Julian Stratenschulte/dpa
