Vermisster Teenager taucht im 1400 Kilometer entfernten Neapel auf: "Aus eigenem Antrieb"
Von Anika von Greve-Dierfeld
Bruchsal - Mitsamt seinem Rad büxte ein 13 Jahre alter Teenager aus und machte sich auf den Weg nach Italien - warum der Junge ausriss, ist nach Worten der Polizei noch unklar.
Es gebe jedoch keinerlei Hinweise auf irgendwelche außergewöhnlichen Vorkommnisse, geschweige denn eine Straftat, die den Jungen auf die Idee mit seiner Reise brachten, sagte eine Polizeisprecherin. "Er ist aus eigenem Antrieb losgefahren", sagte sie.
Der 13-Jährige aus Bruchsal war am vergangenen Dienstag auf dem Weg zur Schule verschwunden und zwei Tage später in der italienischen Stadt Neapel wieder aufgetaucht - aufgegriffen von italienischen Polizeibeamten, denen der Teenager allein mit seinem Rad aufgefallen war.
Direkt nach seinem Verschwinden hatten sich bereits Hinweise darauf ergeben, dass der Junge eigentlich nach Sizilien wollte.
Nun seien zunächst die Eltern am Zug, sagte die Polizeisprecherin. Diese würden sich um den Ausreißer kümmern und dafür Sorge tragen, dass ihr Sohn wieder zurück nach Hause komme.
Ob dies bereits der Fall oder er noch auf dem Weg zurück sei, wisse die Polizei nicht. Später sei dann ein Gespräch mit dem Kind geplant. "Wir müssen dem schon nochmals nachgehen", sagte die Sprecherin.
Weitere Details werde es aber auch mit Rücksicht auf den Schutz von Minderjährigen nicht geben, sagte sie. Wie genau es der Junge in das rund 1400 Kilometer entfernte Neapel geschafft hatte, blieb vorerst ebenfalls unklar.
Titelfoto: Christoph Sator/dpa
