Wanderer stürzt in Zschopau, Männer dringen in Besucherbergwerk ein: Polizei zieht Himmelfahrts-Bilanz

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Chemnitz/Mittweida - Da hatte die Polizei gut zu tun am Feiertag: An Himmelfahrt gab es im Raum Chemnitz, in Mittelsachsen und im Erzgebirge insgesamt 17 Einsätze wegen Straftaten und 36 wegen Gefahrenabwehr, Lärm, hilflosen Personen und medizinischen Notfällen sowie Ordnungsverstößen.

Bei einer Wanderung an der Talsperre Kriebstein ist am Donnerstag ein 39 Jahre alter Mann abgestürzt. (Archivfoto)
Bei einer Wanderung an der Talsperre Kriebstein ist am Donnerstag ein 39 Jahre alter Mann abgestürzt. (Archivfoto)  © Kristin Schmidt

Glück im Unglück hatte ein 39 Jahre alter Wanderer im Mittweidaer Ortsteil Tannenberg. Er war mit fünf weiteren Personen entlang der Talsperre Kriebstein unterwegs, als die Gruppe gegen 14.40 Uhr Pause machte. Dabei setzte sich der Mann auf ein Holzgeländer, was zerbrach. "Er stürzte rund 15 Meter tief in den Fluss Zschopau", berichtet ein Polizeisprecher.

Ein bislang unbekannter Bootsführer hatte das Unglück beobachtet und geistesgegenwärtig eingegriffen. Er eilte zu seinem Boot und kam dem Verunglückten zu Hilfe. Er zog ihn ins Boot und versorgte den Verletzten, bis der Rettungsdienst eintraf und den 39-Jährigen ins Krankenhaus brachte. Die Polizei sucht nun nach dem Helfer, der ein wichtiger Zeuge des Unfalls ist. Er wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 03727/9800 zu melden.

Auf Randale war offenbar eine Männergruppe in Chemnitz-Grüna aus. Im Bereich der Totensteinstraße bedrohten sie Jugendliche und suchten offenbar die Konfrontation. Die Polizei entdeckte die Männer mit ihrem Bollerwagen wenig später auf einem Waldweg. Die Beamten beschlagnahmten zwei Becher und Warnwesten, auf denen verbotene Symbole wie Hakenkreuze abgebildet waren. Gegen zwei Deutsche (19, 23) wird nun wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen ermittelt.

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In Freiberg riefen Zeugen am Abend die Polizei, weil mehrere Männer in ein Besucherbergwerk eingebrochen waren. Die Beamten erwischten in der Anlage am Fuchsmühlenweg sechs junge Männer im Alter von 17 bis 23 Jahren, die über eine aufgebrochene Tür in das Gebäude gekommen waren. Geklaut wurde nicht. Es entstand ein Schaden von 300 Euro.

Verletzte bei zahlreichen Schlägereien

Am Männertag kam es zu zahlreichen Auseinandersetzungen. (Symbolfoto)
Am Männertag kam es zu zahlreichen Auseinandersetzungen. (Symbolfoto)  © Rene Ruprechte/dpa

In Gelenau griff plötzlich eine größere Gruppe gegen 15.30 Uhr drei Männer (21, 23, 23) an. Sie schlugen und traten auf sie ein. Das Trio wurde verletzt und musste behandelt werden. Die Polizei erwischte in der Nähe des Tatorts 13 Verdächtige im Alter von 16 und 17 Jahren. Alle Beteiligten waren betrunken.

Nur eine halbe Stunde später kam es in Großweitzschen zu einer körperlichen Auseinandersetzung. In einer Bungalowsiedlung im Ortsteil Westewitz waren mehrere Männer auf eine Gruppe Feiernder losgegangen. Drei Personen (29, 30, 30) wurden verletzt. Zudem sollen antisemitische Parolen gerufen worden sein. Es wird gegen fünf Deutsche (20 bis 43 Jahre) wegen gefährlicher Körperverletzung in Tateinheit mit Volksverhetzung ermittelt.

Im Vergleich mit den anderen Einsätzen ist ein Fall aus Oelsnitz/Erz. recht harmlos. Dort war ein Radfahrer (45) auf der Bahnhofsstraße gestürzt und einfach liegen geblieben. Eine Streifenwagenbesatzung entdeckte den Mann gegen 22.10 Uhr. Der 45-Jährige war ordentlich alkoholisiert. Ein erster Test ergab 2.16 Promille.

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In Freiberg und Limbach-Oberfrohna musste die Polizei dagegen zu zwei ungewöhnlichen Unfällen ausrücken. Offenbar hatten sich in beiden Fällen Männer aus fahrenden Autos fallen lassen.

Titelfoto: Bildmontage: Kristin Schmidt, Rene Ruprechte/dpa

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