Wieder Kinder in Sachsen ausländerfeindlich beleidigt
Aue-Bad Schlema - Im Erzgebirge hat ein Mann am Dienstag offenbar mehrere Kleinkinder volksverhetzend beleidigt. Nun ermittelt der Staatsschutz gegen den Senior.
Laut Polizei ereignete sich der Vorfall am Dienstagabend in Aue-Bad Schlema. Nach derzeitigem Kenntnisstand hatten sich zwei Frauen mit ihren Kindern gegen 18.20 Uhr vor einem Mehrfamilienhaus in der Nähe einer Grünanlage in der Helmut-Just-Straße im Ortsteil Aue aufgehalten.
"Während die Kinder mit einem Ball spielten, soll ein Bewohner des Wohnhauses aus einem Fenster geschaut und die dunkelhäutigen Kleinkinder volksverhetzend beleidigt haben", so ein Sprecher der Polizeidirektion Chemnitz.
Die Frauen alarmierten daraufhin die Polizei. Die hinzugerufenen Beamten konnten den Verdächtigen schnell ausfindig machen. Es handelt sich demnach um einen 68 Jahre alten Deutschen.
Die weiteren Ermittlungen in dem Fall hat das Dezernat Staatsschutz der Kriminalpolizei Chemnitz übernommen. Der Senior muss sich nun wegen Volksverhetzung verantworten.
Ähnlicher Fall in Mittelsachsen
Erst vor wenigen Tagen hatte sich ein ähnlicher Fall in Frankenberg (Mittelsachsen) zugetragen. Dort hatte ein 65-Jähriger ein dunkelhäutiges Mädchen (8) ausländerfeindlich beleidigt.
Das Kind hatte am vergangenen Donnerstag zusammen mit mehreren gleichaltrigen Kindern gespielt. Der Deutsche fühlte sich offenbar von der kindlichen Geräuschkulisse gestört, woraufhin er die Kinder erst ermahnte, dann der Gruppe eine beleidigende Geste gezeigt hatte und im Anschluss das achtjährige Mädchen ausländerfeindlich beleidigte.
Auch in diesem Fall konnte die Polizei den Verdächtigen schnell ausfindig machen.
Die Kinder gingen nach Hause und erzählten ihren Eltern von dem Vorfall, die daraufhin die Polizei alarmierten.
Auch in diesem Fall ermittelt nun der Staatsschutz.
Titelfoto: Christian Horz/123RF
