Zahlreiche Polizeieinsätze bei Protestaktionen gegen Corona-Beschränkungen

Chemnitz - Auch am Montagabend kam es in Chemnitz, im Landkreis Mittelsachen sowie im Erzgebirgskreis zu mehreren Polizeieinsätzen aufgrund angezeigter Versammlungen sowie bekanntgewordener Ansammlungen und sogenannter Spaziergänge.

In Zwönitz gingen erneut zahlreiche Menschen auf die Straße.
In Zwönitz gingen erneut zahlreiche Menschen auf die Straße.  © Erzgebirgsnews / André März

Bei den Versammlungen kamen zum Teil mehrere Hundert Menschen zusammen, um gegen die geltenden Corona-Beschränkungen und die damit einhergehende Politik zu protestierten.

Die Polizei stellte dabei Dutzende Verstöße gegen die Sächsische Corona-Schutzverordnung und mehreren Straftaten fest.

Etliche Verstöße gegen das Einhalten der verordneten Abstände sowie das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes gab es unter anderem auf dem Marktplatz von Leisnig.

Hier kamen etwa 90 Personen zusammen, bevor sie sich aufgrund von Unterbrechungen durch die Polizei außerhalb am Straßenrand verteilten. Doch auch hier verstießen ein Großteil gegen die geltenden Kontaktbeschränkungen, hielten Mindestabstände nicht ein und trugen keinen Mund-Nasen-Schutz.

Das hatte zur Folge, dass die Versammlung gegen 20.10 Uhr beendet wurde und elf Anzeigen wegen Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnung gefertigt wurden. Zudem laufen Ermittlungen gegen einen derzeit noch unbekannten Redner wegen des Verdachts volksverhetzender Äußerungen.

Aggressive Gruppe greift Polizisten im Freiberger Albertpark an

Rund um den Freiberger Albertpark kam es erneut zu einem Katz- und Mausspiel zwischen Polizei und Demonstranten.
Rund um den Freiberger Albertpark kam es erneut zu einem Katz- und Mausspiel zwischen Polizei und Demonstranten.  © B&S/Bernd März

Im Freiberger Albertpark spielten sich ähnliche Szenen ab. Hier versuchten gegen 18 Uhr etwa 500 Personen gemeinsam zu einem Aufzug aufzubrechen, welcher durch die Polizei unterbunden wurde. Daraufhin bildeten sich außerhalb des Parks zwei größere Gruppen von etwa 200 sowie etwa 70 Personen und führten sogenannte Spaziergänge durch den Stadtteil Wasserberg und die Freiberger Innenstadt durch.

Im Bereich des Schwedendenkmals suchte zudem eine etwa 120-köpfige Gruppe, die sich nicht an den vorausgegangenen Versammlungen beteiligt hatte, die direkte Konfrontation mit der Polizei. Dabei wurden unter anderem Steine auf Polizeifahrzeuge sowie die Einsatzkräfte geworfen.

Mit Platzverweisen konnte die aggressive Gruppe aus dem Park gedrängt werden. Auch gelang es den Polizisten, einen Mann, der durch einen Steinwurf einen Polizisten leicht verletzt hatte, zu stellen und Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung einzuleiten. Aufgrund der Angriffe auf die Beamten während der Geschehnisse im Albertpark mussten die Einsatzkräfte mehrfach Reizgas einsetzen.

Zu weiteren Einsätzen der Polizei kam es darüber hinaus unter anderem in Augustusburg, in Flöha und in Annaberg-Buchholz. In allen drei Fällen wurden verbotene Kundgebungen unterbunden und es kam zu Anzeigen wegen Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnung. Insgesamt fanden am Montag im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Chemnitz mindestens 20 Versammlungen beziehungsweise Zusammenkünfte mit Corona-Bezug statt. Im Einsatz waren dabei 230 Polizisten.

Titelfoto: B&S/Bernd März

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