Neumünster/Kiel - Mehr als elf Jahre nach seinem Verschwinden sorgt der Fall Horst Georg Linnemann erneut für Aufsehen. Diesmal könnte es eine entscheidende Spur geben.
Wie die Staatsanwaltschaft Kiel gemeinsam mit dem Landeskriminalamt Schleswig-Holstein mitteilte, hat die Cold Case Unit (CCU) ihre Ermittlungen in dem ungelösten Vermisstenfall fortgesetzt. Im Fokus stand nun ein Hinweispunkt im Brachenfelder Gehölz bei Neumünster.
Mit schwerem Gerät und Unterstützung des Kampfmittelräumdienstes sowie Spezialisten der Spurensicherung wurde dort die Erde geöffnet.
Dann der Schockmoment: In einer Grube entdeckten die Ermittler tatsächlich Knochen!
Doch noch sei völlig unklar, ob sie tatsächlich zu dem seit 2014 vermissten Mann gehören.
Ein rechtsmedizinisches Gutachten soll nun Klarheit bringen. Linnemann war zum Zeitpunkt seines Verschwindens 28 Jahre alt.
Der Neumünsteraner aus dem Stadtteil Faldera wurde zuletzt am 15. Dezember 2014 gesehen. Seitdem fehlt von ihm jede Spur.
Vermisster Student: Untersuchungen im Februar verliefen ohne Erfolg
Die Ermittler gehen von einem Tötungsdelikt aus. Doch trotz jahrelanger intensiver Suche blieb seine Leiche bis heute verschwunden.
Erst im Februar 2026 hatten die Fahnder ein Waldgebiet im Wattenbeker Gehege durchkämmt. Auch alte Baugruben entlang der Bundesstraße 4 wurden überprüft – alles ohne Ergebnis. Bis jetzt?
Ob die jetzt gefundenen Knochen endlich Licht in das düstere Geheimnis bringen, ist noch offen. Klar ist aber: Die Ermittlungen laufen weiter.
Die Behörden halten sich jedoch mit weiteren Details bislang bedeckt.
Für Hinweise, die zur Aufklärung des Falls und zum Auffinden möglicher Täter führen, wurde eine Belohnung von 1500 Euro ausgesetzt.
Wer etwas gesehen oder gehört hat, wird gebeten, sich bei der Polizei unter der Nummer 0431/160-42852 zu melden.