Köln - Beschmierte Bahnen, zerstörte Haltestellen und mutwillig beschädigte Einrichtungen: Für die Kölner Verkehrs-Betriebe AG wird Vandalismus immer mehr zur kostspieligen Belastung. Mit einer Ausstellung will sie jetzt zeigen, welche Folgen das hat.
Jahr für Jahr entsteht der KVB durch mutwillige Beschädigungen ein Schaden von mehr als einer Million Euro. Besonders Graffitis sorgen inzwischen für immer größere Probleme.
Nach Angaben des Verkehrsunternehmens mussten allein im vergangenen Jahr 231 Stadtbahnen aus dem Betrieb genommen werden, weil sie besprüht worden waren. Erst nach einer aufwendigen Reinigung konnten die Fahrzeuge wieder eingesetzt werden.
Die Folgen spüren laut KVB nicht nur die Mitarbeitenden, sondern auch die Fahrgäste. Denn jede Bahn, die wegen Graffiti oder anderer Beschädigungen in der Werkstatt steht, fehlt zunächst im Linienverkehr.
Hinzu kommen beschädigte Haltestellen oder zerstörte Ausstattung, die ebenfalls repariert oder ersetzt werden müssen.
Ausstellung zeigt Ausmaß der Zerstörung
Wer sich selbst ein Bild von den Folgen machen möchte, kann bis Ende Juli die Ausstellung "Die Kunst des Schadens" im Foyer der KVB-Hauptverwaltung an der Scheidtweilerstraße besuchen.
Sie ist Teil der Kampagne "Seid lieb zueinander", die Fahrgäste dazu ermutigen soll, respektvoll miteinander und mit Bussen, Bahnen sowie Haltestellen umzugehen.
Dort werden unter anderem eine zerstörte Informationstafel sowie ein angezündeter Mülleimer gezeigt. Die Exponate sollen verdeutlichen, welche Schäden durch Vandalismus entstehen und welcher Aufwand ihre Beseitigung verursacht.
Der Eintritt ist kostenlos und erfolgt durch eine Anmeldung am Empfang.