Köln - Selbstständiges Gehen ist nach einem schweren Schlaganfall für sie beinahe ein Ding der Unmöglichkeit. Doch Aufgeben ist für Komikerin Gaby Köster (64) keine Option.
Obwohl ihr linker Arm und ihr linkes Bein auch 18 Jahre nach dem schweren Schlaganfall noch immer gelähmt sind und sie daher in ihrem Alltag auf Unterstützung und einen Rollstuhl angewiesen ist, hat die Kölnerin ihren Humor und ihren Lebenswillen nicht verloren.
"Es gibt auch noch viele lebenswerte Dinge. Aufgeben ist Quatsch – da schadet man nur sich mit und seiner Umwelt. Die Menschen, die einem helfen, sind dann ja auch traurig", betont die 64-Jährige im Gespräch mit RTL-Moderatorin Mareile Höppner (48) bei "Stern TV am Sonntag". Dort war sie zum "Tag des Schlaganfalls" am 10. Mai zu Gast.
Ihren Auftritt wolle sie daher nutzen, um allen Schlaganfallpatienten Mut zu machen. "Gebt bloß nicht auf. Genießt jede Minute", fordert Köster. Ihr Tipp: "Man muss sich damit abfinden und das Beste daraus machen."
Sie selbst habe das auf die harte Tour lernen müssen. So habe sie nach dem Sturz im Badezimmer im Jahr 2008, der den Schlaganfall bei ihr auslöste, zunächst fest daran geglaubt, dass sie "hier ein paar Tage im Bett liegt und dann geht es wieder". Dass daraus schließlich allerdings 18 Jahre werden würden, war ihr zu diesem Zeitpunkt nicht bewusst, berichtet sie.
Gaby Köster muss sich manchmal Geld leihen, um Medikamente bezahlen zu können
Abseits der körperlichen Beschwerden würden sie inzwischen vor allem finanzielle Sorgen plagen. "Ich habe kaum noch Jobs", erklärt die Schauspielerin, die Anfang der 2000er-Jahre als Supermarktkassiererin "Rita Krause" in der RTL-Sitcom "Ritas Welt" sowie als Mitglied der Comedy-Show "7 Tage – 7 Köpfe" deutschlandweit bekannt wurde.
Hinzu komme, dass sie immer Geld vorstrecken müsse, um ihre Medikamente kaufen zu können. "Das sind 1000 Euro im Monat", rechnet Köster vor und resümiert: "Manchmal weiß ich auch nicht, wo ich es herholen soll, und muss es mir dann leihen."