Köln setzt Zeichen: Massenprotest gegen sexualisierte Gewalt

Von Christian Rothenberg und Dayan Djajadisastra

Köln - zahlreiche Menschen sind in Köln gegen sexuelle Gewalt auf die Straße gegangen. Nach Angaben der Polizei versammelten sich mehrere Tausend Menschen.

Mit Plakaten und Parolen forderten Demonstrierende in Köln mehr Schutz und konsequentere Maßnahmen gegen Gewalt.
Mit Plakaten und Parolen forderten Demonstrierende in Köln mehr Schutz und konsequentere Maßnahmen gegen Gewalt.  © Henning Kaiser/dpa

Die Kundgebung unter dem Motto "Gegen Patriarchale Gewalt" begann am Rudolfplatz und bewegte sich über die Ringe in Richtung Chlodwigplatz.

Die Organisatoren fordern mehr Schutz vor sexualisierter Gewalt und stärkere Präventionsmaßnahmen.

Hintergrund der aktuellen gesellschaftlichen Auseinandersetzung zum Thema Gewalt gegen Frauen sind schwere Vorwürfe der Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes (44) gegen ihren Ex-Partner, den Schauspieler Christian Ulmen (50), über die zuerst der "Spiegel" berichtet hatte. 

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Sie wirft ihm vor, Fake-Profile in ihrem Namen erstellt und darüber pornografische Darstellungen verbreitet zu haben. Für Ulmen gilt die Unschuldsvermutung.

Tausende Demonstrierende zogen vom Rudolfplatz über die Ringe in Richtung Chlodwigplatz und setzen ein Zeichen gegen sexualisierte Gewalt.
Tausende Demonstrierende zogen vom Rudolfplatz über die Ringe in Richtung Chlodwigplatz und setzen ein Zeichen gegen sexualisierte Gewalt.  © Henning Kaiser/dpa

Für Ulmen gilt die Unschuldsvermutung. Sein Anwalt Christian Schertz kündigte an, gegen die "initiale Berichterstattung" des "Spiegels" gerichtliche Schritte einzuleiten.

Zuletzt gab es bereits Demonstrationen gegen digitale Gewalt, unter anderem in Hamburg, wo Fernandes selbst auftrat.

Titelfoto: Henning Kaiser/dpa

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