Schulplatz-Problem in Köln: Nachfrage sprengt Kapazitäten
Köln – Für Hunderte Familien in der Domstadt setzte es einen Dämpfer, unliebsame Post wartete im Briefkasten. 667 Kinder haben in der ersten Runde keinen Platz an ihrer Wunsch-Gesamtschule bekommen.
Damit geht jedes fünfte Kind in der ersten Runde des Anmeldeverfahrens leer aus, wie die Stadt mitteilte. Die Zahlen zeigen erneut: Die Nachfrage ist deutlich höher als das Angebot.
Besonders groß ist der Druck im Rechtsrheinischen. Dort wurde zwar ausgebaut, unter anderem mit neuen Zügen und der Gesamtschule Kalk am Interimsstandort Brügelmannstraße.
Trotzdem reichen die Plätze vielerorts nicht. In anderen Stadtteilen bleiben dagegen Kapazitäten frei.
SPD-Schulpolitiker Oliver Seeck fordert deshalb, mehr Hauptschulen in Gesamtschulen umzuwandeln.
Auch die Initiative "Die Abgelehnten" spricht von einer "Katastrophe" und verlangt deutlich mehr Plätze. Die Grünen hoffen dagegen, dass in den nächsten Runden noch alle Kinder unterkommen, wenn auch nicht unbedingt an ihrer Wunschschule.
Die zweite Anmelderunde läuft Ende Februar, Bescheide sollen am 19. März herausgehen. Wer dann noch keinen Platz hat, bekommt in einer dritten Runde eine weitere Chance.
Titelfoto: Michael Brandt/dpa
