Köln - In Köln rollen am kommenden Wochenende die Protestwellen: Tausende wollen auf die Straßen, um ihre Solidarität mit den Demonstrierenden im Iran zu zeigen. Die Polizei warnt schon jetzt vor möglichen Verkehrsbehinderungen.
Für Samstag (17.01.) und Sonntag (18.01.) sind in der Stadt insgesamt sieben Kundgebungen und Aufzüge angemeldet. Die Veranstalter rechnen laut dem Kölner Stadt-Anzeiger mit über 2700 Teilnehmenden.
Los geht es am Samstag ab 13 Uhr mit zwei größeren Treffen: rund 700 Menschen werden auf dem Roncalliplatz erwartet, etwa 400 auf dem Ottoplatz.
Schon ab 12 Uhr startet ein Demonstrationszug mit circa 500 Personen vom Neumarkt Richtung Rudolfplatz. Kleinere Aktionen sind zudem am Dom und am Hauptbahnhof geplant.
Am Sonntag zieht ein weiterer Aufzug vom Heumarkt zum Roncalliplatz, rund 800 Menschen werden erwartet. Dort selbst findet zusätzlich eine Kundgebung mit etwa 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt.
Ob sich die Demos überschneiden oder zusammengelegt werden, ist noch offen. Klar ist aber schon jetzt: Wer am Wochenende in Köln unterwegs ist, muss mit Straßensperrungen und Verkehrsbehinderungen rechnen.
Iran-Proteste breiten sich weltweit aus
Die Proteste im Iran hatten Ende Dezember begonnen. Auslöser waren eine schwere Wirtschaftskrise und der plötzliche Wertverlust der Landeswährung Rial.
Anfangs gingen vor allem Händler in Teheran auf die Straße, schnell weitete sich der Widerstand landesweit aus. Wegen Internetsperren ist das Ausmaß der Proteste schwer zu überblicken, doch der Sicherheitsapparat geht massiv gegen die Demonstrierenden vor.
Schon am vergangenen Wochenende gab es Solidaritätsaktionen in Deutschland. In Berlin zogen rund 1400 Menschen vom Kurfürstendamm zum Adenauerplatz, weitere 300 versammelten sich am Wittenbergplatz.
In Frankfurt waren bei verschiedenen Aktionen etwa 1800 Protestierende unterwegs. Auch in Köln wollen die Menschen nun ein Zeichen setzen.