Nach Anschlag auf CSD in Berlin: Tausende Kölner zeigen Solidarität mit queerer Gemeinschaft

Von Rabea Gruber, Petra Albers, Dayan Djajadisastra

Köln - "Köln zeigt Solidarität, Köln zeigt Haltung": Unter diesem Motto haben sich in Köln mehrere Tausend Menschen zu einer Solidaritäts-Demonstration für die queere Gemeinschaft versammelt. "Köln zeigt Solidarität, Köln zeigt Haltung": Unter diesem Motto haben sich am Sonntag in Köln mehrere Tausend Menschen zu einer Solidaritäts-Demonstration für die queere Gemeinschaft versammelt.

Rund 10.000 Menschen haben sich am Sonntag in der Kölner Innenstadt versammelt, um ihre Solidarität mit der queeren Gemeinschaft zu zeigen.  © Roberto Pfeil/dpa

Mehrere Initiativen und Vereine hatten nach dem islamistischen Anschlag am Rande des Berliner Christopher Street Day (CSD) dazu aufgerufen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer trafen sich in Deutz und zogen von dort aus durch die Kölner Innenstadt.

Nach Angaben des Vereins Cologne Pride kamen rund 10.000 Menschen und damit deutlich mehr als angemeldet. Auf dem Weg in die Innenstadt schob sich ein langer Demozug über die Deutzer Werft, wie ein dpa-Reporter beobachtete.

Die Polizei sicherte die Versammlung mit zahlreichen Kräften ab. Angemeldet waren laut Polizei vorab rund 2000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

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"Worte der Solidarität allein reichen nicht aus", betonte Cologne Pride im Aufruf zur Demo. "Wir fordern von Bund, Ländern und Kommunen Maßnahmen, dass queere Strukturen und queeres Leben nachhaltig geschützt und gestärkt werden, um der wachsenden Queerfeindlichkeit in unserer Gesellschaft begegnen zu können."

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Die Polizei sicherte den Demozug mit einem Großaufgebot.  © Roberto Pfeil/dpa

NRW verschärft Sicherheitskonzepte für CSD-Paraden

Am 25. Juli hatte ein 21-Jähriger am Rande des CSD in Berlin mit einem Auto mehrere Menschen angefahren und weitere vermutlich mit einer Machete attackiert. Eine Frau starb, 31 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Der mutmaßliche Islamist wurde einen Tag später von Polizisten erschossen, als er sie nach Angaben der Ermittlungsbehörden angriff.

Die Polizei hatte sich danach auch in Nordrhein-Westfalen mit nachgeschärften Sicherheitskonzepten auf die Paraden zum CSD vorbereitet. Innenminister Herbert Reul (73, CDU) hatte angekündigt, dass die Einsatzkonzepte der CSD-Veranstaltungen im Land überprüft würden.

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