Wird das Baden im Rhein nun auch in Köln verboten? Das sagt die Stadt

Köln - Düsseldorf, Krefeld, Dormagen, Neuss, Meerbusch - und jetzt auch Köln? Das Badeverbot im Rhein könnte nun auch in der Domstadt Realität werden.

An vielen Stellen in Köln, hier etwa in Langel, lädt das Rheinufer zum Baden ein. Schon bald könnte das allerdings streng verboten sein.
An vielen Stellen in Köln, hier etwa in Langel, lädt das Rheinufer zum Baden ein. Schon bald könnte das allerdings streng verboten sein.  © Henning Kaiser/dpa

"Das Baden im Rhein soll künftig auf Kölner Stadtgebiet verboten sein", teilt die Stadt am Dienstag mit.

Demnach solle die Stadtordnung bei der nächsten Stadtratssitzung am 4. September entsprechend angepasst werden. Eine Beschlussvorlage für den Stadtrat sei dafür bereits veröffentlicht worden, heißt es weiter.

Darin wird dem Rat nahegelegt, den Geltungsbereich der Stadtordnung um "Boden und Gewässer einschließlich des Rheins" zu erweitern. Zudem solle Paragraf 17 "Gewässer - Baden und Nutzung" um ein entsprechendes Verbot ergänzt werden.

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Anders als etwa in Düsseldorf, Neuss und Meerbusch, wo sich die Menschen noch immer bis zum Knöchel im Wasser aufhalten dürfen, will die Domstadt ihr Verbot allerdings schärfer formulieren.

"Als Baden im Rhein gilt jedes Betreten: schwimmen, im Wasser waten, im Wasser spielen sowie die Nutzung von Luftmatratzen, Schwimmtieren und ähnlichen Objekten", betont die Stadt. Verstöße dagegen sollen mit einem Bußgeld von bis zu 1000 Euro geahndet werden.

Zahlreiche Städte in NRW haben ein ähnliches Badeverbot bereits erlassen.
Zahlreiche Städte in NRW haben ein ähnliches Badeverbot bereits erlassen.  © Christoph Reichwein/dpa

Kölns Stadtdirektorin Andrea Blome mahnt: "Werden das Badeverbot kontrollieren!"

"Viele Menschen sind in diesem Jahr im Rhein ertrunken. Jeder einzelne hinterlässt eine Lücke in seiner Familie, in seinem Freundeskreis", begründet Stadtdirektorin Andrea Blome (65) das Vorhaben und ergänzt: "Das Badeverbot ist erforderlich, weil viele Menschen die Lebensgefahr, die vom Schwimmen im Rhein ausgeht, nicht erkennen."

Zudem mahnt die 65-Jährige: "Wir werden das Badeverbot kontrollieren!"

Titelfoto: Bildmontage: Henning Kaiser/dpa, Christoph Reichwein/dpa

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