Leipzigs neue Oase: Der Bau der Poniatowskibrücke soll zu Einschränkungen führen

Leipzig - Im Leipziger Stadtteil Zentrum-West beginnen ab übernächsten Montag, den 3. April, die Arbeiten der neuen Poniatowskibrücke.

Der Bau der Poniatowskibrücke kennzeichnet den letzten Abschnitt der Offenlegung des Elstermühlgrabens im Leipziger Stadtteil Zentrum-West. (Symbolbild)
Der Bau der Poniatowskibrücke kennzeichnet den letzten Abschnitt der Offenlegung des Elstermühlgrabens im Leipziger Stadtteil Zentrum-West. (Symbolbild)  © mariok/123 RF

Der Ersatzneubau der Poniatowskibrücke ist der letzte Bauabschnitt der Offenlegung des Elstermühlgrabens.

Anfang März konnte bereits die benachbarte Elsterbrücke für den Verkehr freigegeben werden.

Der Bereich rund um die Poniatowskibrücke auf der Lessingstraße soll dann bis zum Frühjahr des Jahres 2026 fertiggestellt werden und das Ende des Projekts markieren.

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Insgesamt soll der Bau rund 4,1 Millionen Euro kosten, die durch die Mittel des Investitionsgesetzes Kohle-Regionen gefördert werden.

"Im Zuge des Neubaus werden auch Trinkwasser-, Strom-, Telekommunikationsleitungen sowie die Stadtbeleuchtung erneuert und verbleibende Abwasserleitungen gesichert", wie das Verkehrs- und Tiefbauamt bekannt gab.

Während der Bauzeit soll es bis zum November 2024 erhebliche Einschränkungen geben

Die Lessingstraße müsse voll gesperrt werden, und auch der Geh- und Radweg parallel zum Elstermühlgraben sei von der Thomasius- bis zur Lessingstraße nicht nutzbar.

Für die Fußgänger plant die Stadt eine Umleitung in beiden Richtungen über Thomasiusstraße, Gottschedstraße, Poniatowskiplan zur Lessingstraße.

Auch ein Behelfsweg soll auf dem Grundstück der Lessingschule errichtet werden. Diese soll aber weiterhin über den Haupteingang erreichbar bleiben.

Für die Gestaltung des Bereichs hat die Stadt Leipzig viel geplant

Auch der Geh- und Radweg parallel zum Elstermühlgraben sei während der Baumaßnahmen nicht nutzbar. (Symbolbild)
Auch der Geh- und Radweg parallel zum Elstermühlgraben sei während der Baumaßnahmen nicht nutzbar. (Symbolbild)  © markisius/123RF

In den 1960er-Jahren wurden der Elstermühlgraben unter die Erde verlegt und dazugehörige Brücken teilweise abgerissen. Nun kommt er wieder ans Licht und soll für die Leipziger zu einer echten Oase werden.

Die neue 7,50 Meter weite Poniatowskibrücke soll auf Bohrpfählen fußen und neben der 5,55 Meter breiten Fahrbahn noch Platz für einen Gehweg bieten.

Zusätzlich zu den großen Gehweg-Bereichen plant die Stadt Fahrradbügel und Sitzgelegenheiten, sowie behindertengerechte Zugänge.

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Wie alle Brücken des Projekts soll auch sie mit ansprechenden Geländern, an den Übergängen zum Graben geschlossenen Geländerfeldern und einem Schriftzug geschmückt werden. Die Geländerfelder sowie die Unterseite der Brücke sollen beleuchtet werden.

Auch die Gehwege werden mit Granitböden und - Flächen, sowie Mosaikpflaster entsprechend ausgestaltet.

Zu Ehren des polnischen Nationalhelds Fürst Józef Anton Poniatowksi (1763 bis 1813) soll die nach ihm benannte Brücke des Weiteren mit Reliefs von ihm dekoriert werden.

Titelfoto: mariok/123 RF

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