Leipzig - Drei Explosionen erschütterten in der Nacht zu Freitag die Messestadt, richteten schwere Schäden an und verletzten einen 18-Jährigen schwer. Noch am selben Tag leitete die Polizei Ermittlungen ein. Die Frage: Stehen die Vorfälle in Zusammenhang?
"Nach dieser ungewöhnlichen Häufung von Explosionen durch Pyrotechnik letzte Woche hatte die Polizeidirektion im Zusammenschluss von Ermittlerinnen und Ermittlern verschiedener Fachkommissariate sofort intensive Ermittlungsmaßnahmen eingeleitet", erklärte Polizeisprecher Olaf Hoppe auf Anfrage von TAG24. "In Ergebnis derer gehen wir aktuell nicht von einem Zusammenhang der drei Explosionen aus."
Bei der ersten Explosion in Eutritzsch, bei der sich ein 18-Jähriger eine Hand wegsprengte, sei bereits am Freitagmorgen klar gewesen, dass sie nicht mit den beiden anderen in Verbindung stehe.
Die Detonation hatte sich kurz vor Mitternacht ereignet. Der junge Mann wurde anschließend ins Krankenhaus gebracht.
Drei Stunden später knallte es in einem italienischen Restaurant auf der Georg-Schwarz-Straße in Alt-West, eine halbe Stunde danach erfolgte eine Explosion in einem beliebten Studi-Café an der Universitätsstraße im Leipziger Zentrum.
Schadenshöhe noch unklar
Erste Vermutungen, nach denen zumindest diese beiden Detonationen zusammenhängen könnten, bestätigten sich ebenfalls nicht.
"Zwischen den Herbeiführungen von Sprengstoffexplosionen im Leipziger Westen und in der Innenstadt schließen wir mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Zusammenhang aus", erklärte Polizeisprecher Hoppe nun.
Der Frontbereich beider Lokale wurde bei den Explosionen schwer beschädigt. Scheiben gingen zu Bruch. Im Fall des Italieners traf es auch die Markise sowie die Eingangstür. Da beide geschlossen hatten, wurde jedoch zum Glück niemand verletzt. Wie hoch der Schaden genau ausfiel, könne bislang jedoch nicht gesagt werden, so Hoppe.
"Die Ermittlungen finden nunmehr in den entsprechenden Fachbereichen statt", hieß es abschließend.