Kripo live: Bitterer Diebstahl am Zwenkauer See - "Hab gedacht, das ist ein schlechter Scherz!"

Zwenkau - Vor knapp drei Wochen hat sich am Zwenkauer See südlich von Leipzig ein Diebstahl ereignet, der einen Anglerverein und dessen Mitglieder schwer ins Mark getroffen hat. Mithilfe von "Kripo live" soll den Tätern jetzt das Handwerk gelegt werden.

Am Zwenkauer See wurde ein Anglerverein bestohlen.
Am Zwenkauer See wurde ein Anglerverein bestohlen.  © Jan Woitas/dpa/ZB

"Ich hab erst mal gedacht, dass das ein schlechter Scherz ist", sagt Angler André Fischer in der MDR-Sendung. "Was hier vorgefallen ist, ist das erste Mal in der Zeit, wo wir das Objekt hier kennen."

Sechs Motoren wurden von Wasserfahrzeugen im Sportboothafen demontiert und mitgenommen. Passiert ist dies offenbar in der Nacht vom 13. auf den 14. September, also Dienstag auf Mittwoch. Festgestellt wurde die Straftat an jenem Mittwochabend.

"Das sind alles hochwertige Motoren zwischen 15 und 30 PS, die auch mehrere Tausend Euro kosten", weiß Christian Kötter, Geschäftsführer des Anglervereins. "Das ist natürlich ärgerlich, vor allem für unsere Mitglieder, die hier ihre Freizeitbeschäftigung durchführen wollen und dann vor einem Boot stehen, wo der ganze Motor fehlt."

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Der Gesamtschaden beläuft sich auf etwa 30.000 Euro.

Gekommen sind die Täter wahrscheinlich nicht über den Landweg. "Da im gesamten Vereinsgelände und an den Umfriedungen vom Anglerverband keine Beschädigungen festgestellt werden konnten, ist es sehr wahrscheinlich, dass die Täter über das Wasser zum Tatort gelangt sind", sagt Alexander Borgis vom Präsidium der Bereitschaftspolizei Leipzig, zu der die zuständige Wasserschutzpolizei gehört.

Möglicherweise wurde an einer ruhigen Stelle mit einem Auto oder Transporter an das größte Gewässer des Leipziger Neuseenlands gefahren, ein mitgebrachtes Boot zu Wasser gelassen und zum Sportboothafen im Südosten des Sees gefahren.

Kripo live berichtet über Motoren-Diebstahl am Zwenkauer See

Fest steht: Die Täter müssen sich ausgekannt und wahrscheinlich Fachwissen gehabt haben. Denn es erfolgte eine professionelle Demontage, ohne großen Schaden an den Wasserfahrzeugen anzurichten.

Mit den sechs Motoren der Hersteller Suzuki, Honda, Mercury, Tohatsu und Yamaha verschwand man schließlich unerkannt.

Habt Ihr in dem genannten Zeitraum Beobachtungen am oder um den Zwenkauer See gemacht? Ist Euch ein Boot auf dem Gewässer oder sind Personen am Sportboothafen aufgefallen?

Hinweise richtet Ihr bitte an die Wasserschutzpolizei Riesa unter der Telefonnummer 03525/72280.

Titelfoto: Jan Woitas/dpa/ZB

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