Leipzig - Er zockte seine Opfer ab und hatte auch keine Skrupel Gewalt anzuwenden: Ein 20-jähriger Leipziger, der im Verdacht steht, mehrere Raubdelikte begangen zu haben, ist der Polizei jetzt ins Netz gegangen.
Wie Polizeisprecherin Susanne Lübcke berichtete, wurde der junge Mann infolge von Ermittlungen der Kripo sowie Staatsanwaltschaft am Donnerstag verhaftet. Der Georgier geriet nach zwei Vorfällen im Leipziger Westen ins Visier der Beamten.
Am 5. Juli habe der Verdächtige via Kleinanzeigen ein Smartphone kaufen wollen. Beim Treffen in der Alten Straße in Plagwitz habe er jedoch plötzlich eine Waffe gezogen und das Handy eines 46-Jährigen geraubt.
Ähnlich erging es einem 36-Jährigen am vergangenen Freitag in der Naumburger Straße. Als der vermeintliche Käufer nicht zahlen wollte, kam es zur körperlichen Auseinandersetzung zwischen den beiden. Der Räuber floh schließlich ohne Handy.
Am Freitag habe sich laut Lübcke schließlich der Verdacht ergeben, "dass sich der Mann der Strafverfolgung entziehen könnte". Daher wurde er zunächst vorläufig festgenommen.
Hat Verdächtiger noch mehr Taten begangen?
Bei einer Durchsuchung seiner Wohnräume fanden die Ermittler unter anderem Blanko-Rezepte und Stempel von medizinischen Einrichtungen, vorher außerdem schon das erbeutete Smartphone.
Ein von der Staatsanwaltschaft beantragter Untersuchungshaftbefehl wurde noch am Donnerstag erlassen, der 20-Jährige daraufhin in eine JVA gebracht.
Er soll auch "für weitere Straftaten in der jüngeren Vergangenheit als Tatverdächtiger" infrage kommen, so die Sprecherin abschließend. Es werde weiter ermittelt.