55 Kilometer durch Leipzig: So lief unser Mammutmarsch 2026
Leipzig - Das hat wieder riesigen Spaß gemacht! Wie schon im vergangenen Jahr habe ich mich zusammen mit zwei Freunden an den Mammutmarsch Leipzig gewagt und die 55-Kilometer-Hürde bezwungen. Am Tag darauf merkt man definitiv, was man gemacht hat.
Zusammen mit tausenden anderen Teilnehmern sollte das Abenteuer für uns am Samstagmorgen um 7.45 Uhr beginnen. Anhand eines Bändchens (rot für 30 Kilometer, lila für 42 Kilometer oder blau für 55 Kilometer) war dank zahlreicher Markierungen klar zu erkennen, welche Route man nehmen muss.
Im Vergleich zum letzten Jahr richtig gut gelöst: die einzelnen Gruppen wurden dieses Mal klar getrennt, jede Gruppe ging sozusagen ihren eigenen Weg. Das führte dazu, dass sich die 55er und die 42er in der Mitte der Strecke quasi entgegenkamen.
Für unsere Gruppe ging es zunächst in den Leipziger Norden. Viel Wald und Wiese, etwas Stadt und der erste Rastpunkt am Haus Auensee nach 15 Kilometern.
An den jeweiligen Rastplätzen gab es unter anderen Kaffee, Süßigkeiten, etwas Obst und Gemüse und auch mal Hot Dogs oder Suppe. Das war vollkommen ausreichend, um sich nicht hungrig wieder auf den Weg machen zu müssen.
Allerdings scheinen die Veranstalter teilweise etwas überfordert mit der puren Menge der Teilnehmer gewesen zu sein. An einigen Spots, wie zum Beispiel am Haus Auensee, waren zeitweise manche Nahrungsmittel nicht mehr verfügbar.
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Mammutmarsch 2026: Nach etwa 13 Stunden am Ziel
Das sonnige Wetter in Leipzig trug dazu bei, dass die Motivation groß blieb. Schnurstracks ging es durch Wohngebiete, entfernt fast schon wieder am Startpunkt vorbei zum zweiten Punkt, der Radrennbahn nach etwa 27 Kilometern.
Wer aufs Klo musste, konnte das in einem der zahlreichen Dixi-Klos tun. Überall standen zudem Mammutmarsch-Volunteers, die gegebenenfalls noch einmal die Richtung vorgaben oder auch den ein oder anderen motivierenden Spruch auf Lager hatten.
Da vom Veranstalter die Strecke auf der Wander-App "Komoot" vorgegeben wurde, war es eigentlich nicht möglich, sich zu verlaufen. Zumindest, als es noch hell war. Denn spätestens als die Sonne am Abend in Leipzig untergegangen war, mussten wir schon ganz genau hinschauen, wo wir lang müssen.
Nach Rastplätzen in der Nähe des Cospudener See und am Völkerschlachtdenkmal, die unserer Meinung nach allerdings schon etwas früh abgebaut wurden, erblickten wir gegen 21 Uhr endlich die Ziellinie. Die letzten Teilnehmer sollen 23.30 Uhr die Galopprennbahn erreicht haben. Als Belohnung für einen langen Marsch gab es eine schicke Medaille und ein Freigetränk.
Letztendlich lässt sich sagen, dass die wenigen Kritikpunkte den sehr positiven Gesamteindruck definitiv nicht trüben und wir wohl nicht die einzigen sein werden, die nächstes Jahr wieder an den Start gehen.
Titelfoto: TAG24

