Für 38 Euro ballert Basler gegen Frauen, Hoeneß und Jauch
Leipzig - Mario Basler (57), ehemaliger Spieler des FC Bayern München und heutiger TV-Experte, tourt aktuell mit seiner Live-Bühnenshow durch Deutschland. Am Mittwochabend hat er auch im Haus Leipzig haltgemacht - und seinen Fans exakt das geliefert, was sie hören wollten.
Denn jeder, der sich eines der Tickets ab 38 Euro geleistet hat (für 45 Euro gab es sogar ein VIP-Ticket inklusive Meet and Greet), wusste genau, worauf er sich einlässt.
Wie er es auch in seinem wöchentlichen Podcast "Basler ballert" macht, schoss der Goalgetter in unnachahmlicher Manier knapp zwei Stunden lang gegen alles, was nicht bei Drei auf den Bäumen saß.
Beispiel: Erst in den letzten Tagen bekam der 57-Jährige große mediale Aufmerksamkeit, weil er einmal mehr gegen den Frauenfußball wetterte.
"War das überheblich mit dem Frauenfußball? Da hab ich ja ganz schön auf die Fresse bekommen", so Basler am Mittwoch, nur um dann gleich noch einen draufzusetzen:
"Wenn die Frauen aus 25 Metern aufs Tor schießen, kommt der Ball am Sechzehner wieder runter. Die können einfach nix, wollen aber gleich bezahlt werden, wie die Männer. Bei 250 Zuschauern, wie soll das gehen? Ich find’ das irgendwie nicht schön."
Das Gelächter des Publikums zeigte, dass die Meinung offenbar gut ankommt. Selbst unter den wenigen Frauen, die im Saal anwesend waren.
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Mario Basler auch mit kleinem Seitenhieb Richtung Lok Leipzig
Also ballerte Basler munter weiter. Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß (74) bekam auch sein Fett weg.
Zwar hätten die beiden ein freundschaftliches Verhältnis miteinander. "Aber keine Ahnung, ob der mittlerweile schon im Heim ist. Ich hab ihn lang nicht mehr gesehen", so der Europameister von 1996, der inzwischen auch durch Auftritte in "Das Sommerhaus der Stars", "Deutschlands dümmster Promi" und einer Gastrolle in der ARD-Telenovela "Sturm der Liebe" bekannt ist.
Ex-Teamkollege Oliver Kahn (56) sei "geisteskrank" auf dem Platz gewesen, Moderator Günther Jauch (69) nur berühmt geworden, weil er sich mit Basler im TV mal ein kleines Wortgefecht lieferte.
Als es dann um Baslers schlüpfrige Anekdoten ging, verpackte er die Geschichten etwas jugendfreier, weil auch minderjährige Zuschauer im Publikum saßen. Dass die ganze Zeit aber davon gesprochen wurde, wie toll Rauchen und Alkohol trinken ist, überspannte dann spätestens den Bogen.
Auch Lok Leipzig bekam noch einen Seitenhieb ab. Basler - von Januar 2015 bis März 2016 als Geschäftsführer Sport und Teammanager bei den Blau-Gelben in der Oberliga tätig - von einer Zuschauerin angesprochen, ob er in Zukunft noch einmal einen Leipziger Verein unterstützen werde: "Wahrscheinlich nicht. Ich fand damals Lok ja schon nen geilen Verein. Aber der ein oder andere ist wohl noch da aus der Zeit, wo ich noch da war. Wahrscheinlich haben sie nach wie vor wenig Ahnung vom Fußball."
Titelfoto: Silvio Bürger

