Seine Lieder liefen überall im Radio: 90er-Star gibt Mini-Konzert in Leipzig
Leipzig - Starbesuch am Freitagabend in Leipzigs Moritzbastei: In der "Veranstaltungstonne", in der sonst eher kleinere Acts auftreten, war eine DER Stimmen der 90er und 2000er zu Gast: Peter Heppner (58) sorgte mit seinen Hits für "TanzZwang" in der ausverkauften MB.
Unter dem Motto gibt der ehemalige "Wolfsheim"-Sänger seine Songs bereits seit einiger Zeit zusammen mit Produzent und Keyboarder Dirk Riegner als Electro- und Dancepop-Versionen zum Besten.
Die Idee geht auf das gleichnamige Album zurück, das Heppner 2018 im Doppelpack mit seiner Platte "Confessions & Doubts" veröffentlichte. Seither hat es "TanzZwang" auf inzwischen drei Tourneen gebracht, mit denen der Musiker, Songwriter und Produzent die deutschen Clubs unsicher macht - so auch die Moritzbastei am Freitag.
Kleine Bühne statt großer Arena also. Für Heppner kam dies offenbar ganz gelegen, denn an diesem Abend stand ganz klar die Musik im Mittelpunkt.
Der Sänger, der Ende der Neunziger mit Joachim Witt (77) und der gemeinsamen Single "Die Flut" Platin holte, hatte sich extra am Rande der Bühne positioniert, um den Songs des rund einstündigen Sets den nötigen Raum zu bieten.
Heppner hatte dazu zahlreiche Hits seiner fast 40-jährigen Karriere mitgebracht, wie beispielsweise "Leben - I Feel You", den er zusammen mit Schiller schrieb, oder "Alleinesein" seiner ersten gleichnamigen Solo-Platte.
Auch einige "Wolfsheim"-Songs fanden sich in der Trackliste, wie "The Sparrows and the Nightingales" und natürlich das großartige "Kein zurück". Das Duo fand jedoch ein jähes Ende, als Heppners Partner Oliver Reinhardt 2007 versuchte, ihn aus dem Projekt auszuschließen und dafür vor Gericht klagte. Die Klage wurde abgewiesen, weitere Aktivitäten von "Wolfsheim" gab es jedoch nicht.
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"Die Flut" in Leipzigs MB: Den monumentalen Chorus suchte man vergebens
Natürlich durfte auch der große Hit nicht fehlen: Ganz zum Schluss lieferte Peter Heppner denn auch "Die Flut", wenn auch in einer deutlich abgeänderten, tanzbareren Form.
Die düstere Strophe und den monumentalen Chorus suchte man an diesem Abend vergebens. Stattdessen herrschten aufmunternde Töne und jede Menge Bass vor. Getreu dem Motto eben, möchte man sagen.
Nach etwa einer Stunde war jedoch schon wieder Schluss, und Heppner machte Platz für den nächsten DJ.
Es muss eben auch nicht immer die ganz große Bühne sein, gerade wenn die Musik im Vordergrund steht.
Titelfoto: Montage: Nico Schimmelpfennig

