Leipzig - Der ÖPNV der Messestadt kämpft weiter mit den Folgen der extremen Hitze. Inzwischen ist klar: Auch zum Beginn der Arbeitswoche am morgigen Montag werden Leipzigs Trams nicht fahren.
"Der Straßenbahnverkehr der Leipziger Verkehrsbetriebe ist auch am Montag nicht regulär möglich", teilten die LVB am frühen Sonntagabend mit.
Seit Samstagabend würden zahlreiche Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe mit großem Engagement und unter Hochdruck daran arbeiten, die Folgen der Extrem-Hitze zu beseitigen.
Die Wetterverhältnisse hatten am Samstag dazu geführt, dass sogenannte Fugengussmasse, die um die Tramgleiße angebracht war, flüssig wurde und in Schienen und Weichen lief oder die Fahrwerke der Bahnen verklebte.
"Die netzweite Infrastruktur ist aktuell nicht mehr sicher zu befahren", erklärte der für die Technik zuständige LVB-Geschäftsführer, Toralf Müller.
Bislang seien in den Betriebshöfen mehr als 50 Straßenbahnen gereinigt worden. Parallel würden betroffene Streckenabschnitte und insbesondere Weichen weiter von der in Schienen und Weichen gelaufenen Fugengussmasse befreit.
Die LVB nutzen dazu alle verfügbaren Kapazitäten, hieß es. Auch in der Nacht sei gearbeitet worden.
Busverkehr so weit wie möglich planmäßig
Ziel der Leipziger Verkehrsbetriebe sei es, den Betrieb schrittweise wieder aufzunehmen - "im besten Fall auf bestimmten Abschnitten im Laufe des Montags."
Voraussetzung dafür sei, dass die jeweiligen Streckenabschnitte vollständig gereinigt und sicher befahrbar sind.
Sobald Straßenbahnen wieder an den Start gehen können, würden diese zunächst abschnittsweise zwischen den Randgebieten und dem Stadtzentrum im Pendelverkehr fahren. "Der Innenstadtring ist derzeit weiterhin nicht befahrbar", hieß es.
Die Trams würden vielmehr als Zubringer in die Innenstadt sowie zu wichtigen Umsteigepunkten zu den Bussen der LVB dienen. Der Busverkehr werde indes so weit wie möglich planmäßig aufrechterhalten.
Aufgrund der ungewöhnlichen Lösung könnten die Routen nicht über die üblichen Informationswege angezeigt werden. Fahrgäste könnten dies nur direkt an den Haltestellen sehen.