Das will die Stadt aus dem Leipziger Kohlrabizirkus machen - aber woher kommt das Geld?

Leipzig - Die Stadtspitze möchte den Leipziger Kohlrabizirkus sanieren und dem alten Gelände wieder neues Leben einhauchen. Dafür wurde jetzt ein Nutzungskonzept von der Stadtspitze vorgelegt. Wie die Stadt am Dienstagnachmittag in einer Nachricht an die Presse mitteilte "soll es künftig den Eingang in ein lebendiges und urbanes Life-Science-Quartier bilden." Dieses Quartier soll "Alte Messe West" heißen.

Eine Kuppel soll weiterhin sportlich genutzt werden und die andere eher kulturell.  © Anke Brod

Der Eiszirkus in der Nordkuppel soll für die Sportnutzung noch weiter ausgebaut werden. Aktuell sei demnach eine Boulderhalle in Vorbereitung.

Die Südkuppel soll kulturell genutzt werden. "Hier laufen bereits Gespräche mit potenziellen Betreibern", hieß es von Seiten der Stadt.

Im tiefliegenden Hof sollen Clubs, Bars und Ateliers einziehen. Außerdem sollen die Büroflächen ausgebaut werden. Ein Drittel von ihnen soll bereits vermietet sein.

Leipzig Lokal Massive Anwohner-Beschwerden: Diese Bleche sollen Trinker-Szene vertreiben

"Kultur, Sport und Freizeit setzen neue Impulse für die gesamte Entwicklung des Stadtquartiers an der Alten Messe West", sagte Oberbürgermeister Burkhard Jung (68, SPD).

Das Gebäude befindet sich im Eigentum der stadteigenen Leipziger Entwicklungs- und Vermarktungsgesellschaft (kurz: LEVG). Wie der Geschäftsführer Sebastian Pfeiffer mitteilte, wurden Ende 2025 bereits 15 Millionen Euro für Sanierung, Trockenlegung und Brandschutz freigegeben.

Anzeige
Der Eiszirkus ist seit Jahren im Kohlrabizirkus angesiedelt. Die KSW IceFighters Leipzig tragen dort ihre Heimspiele aus.  © Anke Brod

Die Finanzierung steht noch nicht

Der Kohlrabizirkus wurde früher als Großmarkthalle gebaut und lange wurde dort auch unter anderem Obst und Gemüse verkauft.  © Anke Brod

Die Finanzierung ist allerdings noch nicht richtig gesichert. Wie die Stadt mitteilte, werden noch rund 15 Millionen benötigt, um das Gebäude umfassend vermieten und langfristig erhalten zu können.

"Finanziert werden soll dies über bereits erfolgte Einlagen der Stadt Leipzig in Höhe von 5,4 Millionen Euro und bewilligte Fördermittel für die denkmalgerechte Sanierung der Südkuppel sowie der Brückenbauwerke in Höhe von 1,45 Millionen Euro", erklärte die Stadt.

Zusätzlich werden wohl aber Kredite notwendig sein, um alle Kosten zu stemmen.

Leipzig Lokal Umgekippter Bagger blockiert stundenlang Straße im Leipziger Norden

Man bemühe sich auch um weitere Fördermittel.

Der Bund hat schon zugestimmt Tore, Türen und Fenster denkmalgerecht zu sanieren. Es werde im Moment auch versucht, eine Förderung zu bekommen, um das Eissportzentrum auszubauen.

Mehr zum Thema Leipzig Lokal: