Leipzig - Sich mit seinen Freunden im Armdrücken messen - wer hat das nicht mindestens einmal in jungen Jahren ausprobiert? Während es bei den meisten dabei blieb, ist eine Gruppe Leipziger dem Sport treu geblieben und hat inzwischen die erste Armwrestling-Abteilung der Messestadt gegründet. Trainiert wird zweimal die Woche. Das Ziel: neue Mitglieder gewinnen - und irgendwann die Teilnahme an der Weltmeisterschaft.
Um Letzteres zu erreichen, muss man sich jedoch erst einmal über die Deutschen Meisterschaften qualifizieren, wie Abteilungsleiter Alexander Bunk TAG24 erklärte. Für die diesjährige Ausgabe, die im März in Dresden stattfindet, wird derzeit fleißig in der Gruppe trainiert. "Zwei von uns wollen in der Profi-Klasse antreten und drei in der Newcomer-Klasse", so Alexander Bunk.
18 Mitglieder zählen Leipzigs Armwrestler aktuell. Die Gruppe gründete sich bereits vor fünf Jahren, trainierte zunächst in einem privaten Fitnessstudio.
Über die sozialen Netzwerke sei Alex schließlich auf sie gestoßen. "Die Präsenz des Sports wird aktuell immer größer. Vor zwei Jahren bestand unser Verband noch aus 800 Mitgliedern, inzwischen sind wir bei 1200. Allein im vergangenen Jahr sind noch einmal sechs, sieben Vereine dazugekommen", schwärmt der Leipziger.
Vor allem Fitnessstudios, aber auch internationale Influencer wie Leonidas Arkona oder Larry Wheels würden dem Sport derzeit mehr und mehr Aufmerksamkeit verschaffen. So sei Alex schließlich auch beim Armwrestling als Wettkampfsport gelandet.
"Um daran teilzunehmen, muss man jedoch Mitglied in einem Verein sein. Weil ich das Ganze professioneller aufbauen wollte, habe ich mich rangesetzt und Vereine kontaktiert. Die SG Motor Gohlis-Nord, Leipzigs größter Breitensportverein, hat uns schließlich eine Chance gegeben. Seit September 2025 sind wir jetzt die Abteilung Armwrestling."
Kein Kneipen-Armdrücken: Das steckt hinter Armwrestling
Alex bemerkt dabei, dass Armwrestling nicht unbedingt mit dem klassischen Kneipen-Armdrücken vergleichbar sei.
"Es ist viel mehr Technik involviert. Man steht an einem Tisch, hält sich fest und nutzt dann seinen Körper, um den Gegner nicht unbedingt zu drücken, sondern zu ziehen. Man zieht den Gegner zu sich, versucht dessen Arm zu öffnen und wenn das gelingt, wird die Gegenwehr auch schwächer. Dafür gibt es dann auch verschiedene Techniken, die zum Erfolg führen."
Vor allem in den USA und Osteuropa sei der Sport stark verbreitet. "In Osteuropa werden die Athleten sogar staatlich gefördert. Der amtierende Superschwergewichts-Weltmeister ist beispielsweise ein Georgier. In den USA finanzieren sich die Athleten eher über Social Media oder Sponsoren. Die größte Armwrestling-Nation ist interessanterweise Indien!"
Neben Wettkampferfolgen wollen Leipzigs Armwrestler vor allem neue Mitglieder für den Sport und ihren Verein begeistern. Kontakt können Interessierte über die Website unter www.mogono-leipzig.de/armwrestling sowie Instagram aufnehmen. Trainiert wird immer donnerstags und sonntags. "Wir freuen uns über neue Gesichter!"