Nach dem Kulki jetzt auch der Cossi: An Leipzigs schönen Seen stapelt sich zunehmend der Müll!

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Leipzig/Markkleeberg/Markranstädt - Die schönen Seen rund um Leipzig gehören zu DEN Aushängeschildern der Region, locken an heißen Tagen Zehntausende an ihre Strände. Doch mit der steigenden Besucherzahl nimmt leider auch das Müllaufkommen an Cossi, Kulki und Co. immer mehr zu. Die Bewirtschaftung wird zunehmend zur Herausforderung.

Der Cospudener See ist wahrscheinlich DAS Aushängeschild der Seenlandschaft rund um Leipzig.
Der Cospudener See ist wahrscheinlich DAS Aushängeschild der Seenlandschaft rund um Leipzig.  © Alexander Bischoff

"Leider hat mich das schockiert, wie unsere Badegäste unseren See, der eigentlich sehr sauber sein soll, hinterlassen haben", hatte Markranstädts Bürgermeisterin Nadine Stitterich nach dem Hitze-Wochenende Ende Juni in einem Instagram-Video erklärt.

Zahlreiche Müllberge hatten sich damals rund um den Kulkwitzer See aufgetan. "Die Beseitigung dieser Müllberge können wir als Kommune nicht allein bewältigen", mahnte die Bürgermeisterin damals.

Was sich vor einem Monat am Kulki ereignete, zeigte sich am Freitagmorgen auch am Cospudener See: Mülltonnen, die so überfüllt waren, dass der Unrat bereits aus ihnen herausquoll, um sie abgelegt oder verteilt war.

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"Das hohe Müllaufkommen, aber auch Schäden und Vandalismus sind leider seit vielen Jahren Begleiterscheinung der saisonal intensiven Nutzung der Flächen", erklärte Bernd Walther, Prokurist der Entwicklungsgesellschaft für Gewerbe und Wohnen (EGW) in Markkleeberg, gegenüber TAG24.

Etwa 100 Müllbehälter pro Tour geleert

Leider ist das hohe Müllaufkommen auch hier zu einer Begleiterscheinung der intensiven Nutzung geworden.
Leider ist das hohe Müllaufkommen auch hier zu einer Begleiterscheinung der intensiven Nutzung geworden.  © Alexander Bischoff

Die EGW bewirtschaftet im Auftrag der Stadt Markkleeberg das Ostufer des Cospudener Sees sowie das Erholungsgebiet Markkleeberger See in Gänze.

Allein an den vergangenen Hochsommertagen hätten die Mitarbeiter des Unternehmens jeweils bis zu 17 Kubikmeter Müll beseitigen müssen - lediglich auf den Flächen am Cossi.

Die Müllbeseitigung beginne dabei täglich um 7 Uhr. "Um es deutlich zu machen: Trotz täglicher Reinigungseinsätze sind unsere Kollegen an solchen Tagen bis zum Mittag nur mit dem Thema Müll beschäftigt."

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Etwa 100 Müllbehälter würden auf den Touren der EGW in Summe angefahren. Darüber hinaus kümmern sich die Mitarbeiter um die Reinigung von WC-Anlagen, Beseitigung von Schäden, technischen Störungen und Einbrüche.

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Trotz eingesetzter Kräfte kann hinterlassener Müll nicht immer sofort beseitigt werden

Die für die Bewirtschaftung zuständigen Unternehmen tun ihr Bestes, um ein angenehmes Ambiente zu schaffen, können den Müll jedoch auch nicht immer sofort beseitigen.
Die für die Bewirtschaftung zuständigen Unternehmen tun ihr Bestes, um ein angenehmes Ambiente zu schaffen, können den Müll jedoch auch nicht immer sofort beseitigen.  © Alexander Bischoff

Der tägliche Aufwand zur Erhaltung eines sauberen und für die Gäste angenehmen Zustandes sei hoch. "Ein zunehmendes Problem bestand in den letzten Jahren darin, dass Waschbären und Krähen den Müll aus den Behältern wieder breit gezogen haben", so Walther.

"Fast alle Müllbehälter wurden deshalb schrittweise durch die EGW umgerüstet und gleichzeitig das Fassungsvermögen erhöht."

Bereits ab dem Nachmittag sowie am Abend und in der Nacht wirke zudem ein zusammen mit der Stadt Leipzig beauftragter Sicherheitsdienst auf Badegäste und vor allem Gruppen ein, um Sorgen und Probleme frühzeitig im Griff zu behalten. So seien bei der derzeit erhöhten Waldbrandstufe beispielsweise Feuer und Grillen ein aktuelles Thema.

"Trotz dieser intensiven Bewirtschaftungsmaßnahmen können die eingesetzten Kräfte nicht immer und überall den hinterlassenen Müll sofort beseitigen oder auf Schäden umgehend reagieren", bemerkte Bernd Walther abschließend. Ein angenehmes Ambiente sei dennoch jeden Tag das Ziel. "Und ganz klar: Es gibt viele regelmäßige Besucher und Anlieger, die dankenswerterweise ebenfalls mit für Ordnung sorgen."

Titelfoto: Montage: Alexander Bischoff

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