Leipzig - Erster Erfolg nach den Hitze-Schäden auf den Straßenbahnlinien der Leipziger Verkehrsbetriebe: Wie das Unternehmen am Montagabend mitteilte, rollt die Linie 1 ab sofort wieder und verbindet den Leipziger Westen mit der Innenstadt - vorerst jedoch im Pendelverkehr.
Die Straßenbahn fahre auf regulärer Route von der Endstelle Lausen bis zur Haltestelle Marschnerstraße. Von dort sei die Route vorerst geändert worden und laufe über das Neue Rathaus bis zum Wendepunkt am Wilhelm-Leuschner-Platz, von wo aus es wieder zurückgeht.
Die Linie verkehre bis etwa 22 Uhr im 20-Minuten-Takt, anschließend bis circa 0.30 Uhr im 30-Minuten-Takt.
Parallel zur Inbetriebnahme der Linie 1 werde weiterhin mit Hochdruck daran gearbeitet, weitere Streckenabschnitte für den Straßenbahnbetrieb freizugeben. Das Ziel sei nach wie vor, wie bereits am Sonntagabend formuliert: Fahrgästen schrittweise wieder direkte Verbindung zwischen den Randlagen und der Innenstadt anzubieten und dort den Übergang zu den planmäßig verkehrenden Buslinien zu ermöglichen.
Die Extrem-Hitze der vergangenen Tage hatte am Samstag dazu geführt, dass sogenannte Fugengussmasse, die um die Tramgleise der LVB angebracht war, flüssig wurde und in Schienen und Weichen lief oder die Fahrwerke der Bahnen verklebte. "Die netzweite Infrastruktur ist aktuell nicht mehr sicher zu befahren", erklärte der für die Technik zuständige LVB-Geschäftsführer Toralf Müller.
Freiwillige Kollegen der gesamten L-Gruppe unterstützen die Arbeiten
Seit Samstag arbeiten zahlreiche Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe auch nachts daran, die Folgen der Extrem-Hitze zu beseitigen. Dabei würden die Arbeiten inzwischen auch von zahlreichen freiwilligen Kolleginnen und Kollegen der gesamten L-Gruppe unterstützt.
"Die umfangreichen Reinigungs- und Prüfmaßnahmen zeigen Wirkung. Die LVB gehen derzeit davon aus, dass bei weiterer intensiver Nachtarbeit bereits am Dienstag weitere Linien abschnittsweise in den Betrieb gehen können", hieß es am Montagabend in einer Mitteilung.
Voraussetzung dafür bleibe, dass die jeweiligen Streckenabschnitte vollständig gereinigt, technisch geprüft und sicher befahrbar sind.
Die Verkehrsbetriebe erklärten abschließend, dass sie fortlaufend über die weitere Entwicklung informieren würden.