"Mit Schweiß und Disziplin": So planen die Leipzig Lions die neue Saison
Markkleeberg - Im Sachsen Bowl gab's eine derbe Packung, aber der letztjährige deutsche Vizemeister Dresden Monarchs ist in Bestbesetzung ohnehin (noch) nicht die Kragenweite der Leipzig Lions. Für den GFL2-Club heißt das große Abenteuer in dieser Saison erneut Klassenerhalt in Deutschlands zweithöchster American-Football-Liga. Aber gern schon etwas eher!
"Ein lang gehegter Traum, ein lang gehegtes Ziel von uns allen. Sowohl der Aufstieg letztes Jahr als auch der wichtige Klassenerhalt im ersten Jahr, das war sehr bedeutend auf jeden Fall", erklärt Arn Mazomeit, der bei den Lions als Defensive Lineman spielt, einer der Teamkapitäne ist und zusätzlich für die Pressearbeit zuständig ist.
Er meint: "Wir haben uns gut verstärken können im Winter, sowohl mit lokalen Talenten als auch mit zwei neuen US-amerikanischen Importspielern - ein Running Back und ein Defensive Back. Die haben sich auch super ins Team eingefunden und eingegliedert. Auch im Trainerstab konnten wir noch einmal erheblich aufstocken."
Und weil mit dem britischen Quarterback Elliot Bodman ein wichtiger Baustein geblieben ist, sind Messestädter stärker als im Vorjahr aufgestellt: "Ob sich das dann am Ende auch in der Tabellenplatzierung niederschlägt, hängt auch immer von den Gegnern ab", so Mazomeit. "Die haben sicherlich auch nicht geschlafen in der Offseason."
"Level Up", ist das Motto, das man sich selbst gegeben hat - ein Level nach oben soll es jedes Jahr gehen, immer verbunden mit Schweiß und Disziplin. "Das bezieht sich wirklich auf alle Bereiche, an denen wir weiter arbeiten wollen. Natürlich die Spieler selbst an vorderster Front, natürlich die Coaches, aber natürlich auch das Drumherum. Wir sind ein wachsender Verein", macht der Defense-Spieler klar.
Die Dresden Monarchs sind für die Lions ein Vorbild
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Beim zweitältesten Football-Verein Sachsens soll sich langsam und behutsam etwas entwickeln, ähnlich wie das auch beim wenige Monate älteren in Dresden in über 34 Jahren passiert ist. "Die Dresdner sind auf jeden Fall nicht nur Leuchtturm, sondern sie haben auch Vorbildfunktion für viele Vereine. Was sie da geschafft haben, was sie aufgebaut haben", muss auch Mazomeit zugeben.
In der Vergangenheit soll es eher eine "kleine Rivalität" gegeben haben, weil auch viele Talente zu den Monarchs gewechselt sind. "Mittlerweile sind wir an dem Punkt angekommen, wo wir es doch auch schaffen, viele Talente zu halten, die auch das Potenzial hätten, vielleicht noch eine Liga höher zu spielen." Insofern schauen die Lions "gerne mal rüber und lassen uns da inspirieren".
Am 9. Mai starten Leipzigs Footballer im Camillo-Ugi-Sportpark Markkleeberg gegen den Aufsteiger Minden Wolves in die neue Saison. Natürlich hofft man im Sportpark auch wieder auf jede Menge Fans. "Im Vorjahr hatten wir eine Steigerung im Schnitt von vorher 450 auf knapp 800 Zuschauer pro Spiel", weiß Mazomeit zu berichten.
Aber auch hier soll das nächste Level erreicht werden: "Wir können immer noch mehr machen, um auch bekannter und präsenter zu werden. Wir hoffen, dass wir dieses Jahr nochmal den Zuschauerschnitt etwas erhöhen können." Damit das runde Leder-Ei in Leipzig noch ein Stück bekannter wird ...
Titelfoto: Leo Ziems

