Tote und Verletzte in Leipzig: 33-jähriger Deutscher rast in Menschenmenge

Leipzig - Ein 33-jähriger Deutscher ist gegen 16.45 Uhr am Augustusplatz in Leipzig mit einem VW Taigo in die Grimmaische Straße eingebogen und mit hoher Geschwindigkeit durch eine Menschenmenge gefahren. Zwei Personen wurden dabei so schwer verletzt, dass sie noch vor Ort beziehungsweise kurze Zeit später verstarben.

Ein Großaufgebot der Polizei ist vor Ort.  © EHL Media

Drei weitere Menschen erlitten nach Polizeiangaben schwere Verletzungen und wurden in Leipziger Kliniken transportiert.

Bürgermeister Burkhard Jung (68, SPD) bestätigte vor Ort den Tod von zwei Menschen. Zugleich erklärte er, dass die Polizei den mutmaßlichen Täter gefasst habe: "Die Lage ist geklärt, alle können nach Hause gehen. Es gibt keine Gefährdungslage mehr", so Jung.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (50, CDU) geht bei dem tragischen Geschehen von einer mutmaßlichen "Amokfahrt" aus. "Das erschüttert mich zutiefst. Ich bin in Gedanken bei den Opfern und ihren Familien. So eine Tat macht uns sprachlos – und sie macht uns entschlossen", sagte Kretschmer. "Wir werden alles daransetzen, sie schnell und vollständig aufzuklären. Der Rechtsstaat wird mit aller Konsequenz handeln."

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Laut Polizeiangaben soll der Fahrer beim Eintreffen der Beamten im von ihm selbst gestoppten Fahrzeug gesessen haben. Er legte zuvor eine Strecke von etwa 500 Meter über die Fußgängerzone zurück.

Es wurde ein Massenanfall von Verletzten ausgerufen. Die Kliniken in Leipzig stellten sich umgehend auf die Lage ein, um eine schnelle und koordinierte Versorgung sicherzustellen.

Im Einsatz befanden sich nach Angaben der Feuerwehr rund 40 Kräfte der Feuerwehr sowie etwa 40 Einsatzkräfte des Rettungsdienstes. Zusätzlich kamen zwei Rettungshubschrauber zum Einsatz. Der betroffene Bereich der Innenstadt wurde großräumig abgesperrt.

In den sozialen Netzwerken sind Videos aufgetaucht, die die Festnahme des mutmaßlichen Täters zeigen.

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Das Auto des Fahrers, ein VW Taigo.  © Sebastian Willnow/dpa
Der Bereich am Markt wurde abgesperrt.  © EHL Media
Zahlreiche Rettungskräfte sind vor Ort.  © EHL Media
Die Polizei konnte den Täter schnappen. Schaulustige wurden gebeten, der Situation fernzubleiben.  © Sebastian Willnow/dpa

Neben einem Großaufgebot an Rettungskräften und Feuerwehr ist auch ein Kriseninterventionsteam vor Ort.

Noch sind die Hintergründe laut Polizei völlig unklar. Auch, ob es sich um einen Unfall oder Absicht handelt.

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