Tödlicher Unfall auf Leipzigs Prager Straße: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage

Leipzig - Er raste in eine Menschengruppe, nahm dabei drei Personen das Leben und verletzte eine weitere schwer.

Am Morgen des 16. März 2021 war ein Autofahrer in Leipzig in eine Menschenmenge gerast und hatte dabei vier Fußgänger erfasst.
Am Morgen des 16. März 2021 war ein Autofahrer in Leipzig in eine Menschenmenge gerast und hatte dabei vier Fußgänger erfasst.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Nach dem tragischen Unfall auf Leipzigs Prager Straße im März 2021 hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den damals 50-jährigen Unfallfahrer erhoben.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vorsätzliche Gefährdung des Straßenverkehrs in Tateinheit mit fahrlässiger Tötung sowie fahrlässiger Körperverletzung vor. Er soll am Morgen des 16. März grob verkehrswidrig und rücksichtslos gefahren sein, wodurch es schließlich zu dem Unglück kam.

Der Mann war an der Kreuzung Prager Straße und Franzosenallee nicht der Fahrbahnmarkierung gefolgt und auf dem Rechtsabbiegerstreifen geradeaus gefahren. Als die Ampel noch rot zeigte, soll er diese bereits überquert und daraufhin die Menschen erfasst haben.

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Zwei von ihnen, ein 80-Jähriger sowie eine 85-Jährige, verstarben noch an der Unfallstelle. Eine 72-Jährige erlag kurze Zeit später im Krankenhaus ihren Verletzungen.

Die vierte Fußgängerin, eine 72-Jährige, erlitt schwere Verletzungen und musste intensivmedizinisch behandelt werden.

Drei Menschen kamen bei der Tragödie ums Leben. Eine weitere Frau (72) wurde schwer verletzt.
Drei Menschen kamen bei der Tragödie ums Leben. Eine weitere Frau (72) wurde schwer verletzt.  © Silvio Bürger
Mehr als ein Jahr ermittelte die Staatsanwaltschaft in dem Fall. Nun erhob sie Anklage gegen den Unfallfahrer.
Mehr als ein Jahr ermittelte die Staatsanwaltschaft in dem Fall. Nun erhob sie Anklage gegen den Unfallfahrer.  © Anke Brod

Stadtverwaltung ändert Verkehrsführung

Die Leipziger Stadtverwaltung hat nach der Tragödie die Verkehrsführung an der Unfallstelle geändert, erfuhr TAG24 bereits im April. Schraffenbaken, Leitlinien sowie eine zusätzliche Lichtanlage dienen mittlerweile dazu, die Verkehrsführung noch besser zu verdeutlichen.

Zwar erklärte die Stadt, dass es sich bei der Kreuzung um keinen Unfallschwerpunkt handle. Aufgrund der Schwere des Unfalls habe die Verwaltung jedoch Maßnahmen ergriffen, "die zur Erhöhung der Verkehrssicherheit beitragen sollen".

Titelfoto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

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