Frühlings-Erwachen im Zoo Leipzig: Ozelot-Jungtier wird zur kleinen "Herrscherin"

Leipzig - Die Frühlingsgefühle machen sich allmählich im Leipziger Zoo breit. Nach den kalten, dunklen Wintertagen ist die Lebensfreude auch bei den Zoobewohnern wieder deutlich zu spüren. Vor allem eine kleine Samtpfote strotzt nur so vor Energie.

Das Frühlingserwachen macht sich bereits bei den Nandus bemerkbar, die offenbar schon in Balz-Stimmung sind.
Das Frühlingserwachen macht sich bereits bei den Nandus bemerkbar, die offenbar schon in Balz-Stimmung sind.  © Zoo Leipzig

Zunächst nimmt Tierpfleger Florian Rimpler das "Elefant, Tiger & Co."-Team jedoch mit auf eine Reise durch den Zoo, um einmal zu zeigen, wie das denn so ist mit den Frühlingsgefühlen im Tiergarten.

Los ging es bei den Pudus Mette und Penelope, den kleinsten Hirschen der Welt, die unlängst aus Halle nach Leipzig gezogen sind. Nur wenige Wochen nach dem Umzug gewöhnen sich die beiden bereits an ihr neues Zuhause und Mette wird sogar schon richtig zutraulich. "Wie kann man denn so niedlich sein?", entfährt es da glatt Kollege Florian Ludwig.

Weiter geht es zu den Guanakos, die gleich mit Freudensprüngen auf den Besuch reagieren. Mittlerweile sollen sie sich sogar schon in die Sonne legen und das Wetter genießen. "Das ist jetzt einfach Frühling pur!", so Florian Rimpler. "Wenn wir das bei unseren Tieren sehen als Pfleger, da geht uns natürlich auch das Herz auf."

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Ganz besonders haben die Frühlingsgefühle jedoch Nandu Hannibal im Griff. Der Hahn hat seine Hennen aktuell fest im Blick und zeigt ihnen schon mal, wo sie demnächst ihre Eier hinlegen sollen. "Der ist auch von der Körperhaltung ganz anders drauf. Sehr stolz, sehr aufmerksam. Da weiß man schon, dass in ihm einigs vorgeht."

Klingt vor allem, als könnten wir demnächst wieder mit Nandu-Nachwuchs rechnen. Schön, wie wieder alles ins Rollen kommt.

Amira entdeckt die Welt

Und auch bei den Ozelots geht es rund! Jungtier Amira ist inzwischen sechs Monate alt und entwickelt sich bereits zur Draufgängerin.
Und auch bei den Ozelots geht es rund! Jungtier Amira ist inzwischen sechs Monate alt und entwickelt sich bereits zur Draufgängerin.  © Zoo Leipzig

Bei den Ozelots ist es inzwischen sechs Monate her, seit Mama Daphne ihre Tochter Amira zur Welt brachte - und die Kleine macht ihrem Namen bereits alle Ehre.

"Das heißt Prinzessin oder Herrscherin und ich glaube, sie wird schon eine ordentliche Herrscherin werden", so Tierpflegerin Kerstin Tischmeyer. Die kleine Samtpfote übt bereits fleißig das Beutejagen, versteckt sich, planscht im Wasser und hält damit vor allem Mama und Pflegerin auf Trab. "Vom Verhalten her ist sie schon sehr draufgängerisch."

Dafür gibt es sogar ein ärztliches Attest! "Dr. Bernhard hat gesagt, das ist eine ganz schöne Kratzbürste, als wir sie damals geimpft hatten und noch nicht wussten, was für ein Geschlecht sie hat", erinnert sich Kerstin Tischmeyer.

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Vor allem aber möchte Amira im Moment spielen - und dabei lernen. Da landet das Frühstück eben auch mal kurzerhand im Wasserbecken. "Das ist einfach nur Spielverhalten, was sie da macht."

Wenn Amira dann mal groß ist, sieht das mit der Jagd allerdings ganz anders aus, eben so, wie man es von den meisten Raubkatzen gewohnt ist. "Erwachsene machen einen Nacken- oder Kehlenbiss und dann hat sich das erledigt."

Auch aus der Kleinen wird irgendwann einmal eine große Räuberin. Na ja, vielleicht nicht ganz so groß. Bis dahin genießt das Prinzesschen jedoch erstmal den Badespaß.

Die gesamte Folge "Elefant, Tiger und Co." könnt Ihr Euch in der MDR-Mediathek ansehen.

Titelfoto: Zoo Leipzig

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