Kehrtwende in Magdeburg: Stadtrat entscheidet über Intel-Fläche

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Magdeburg - Nach langem Hin und Her: Der Magdeburger Stadtrat hat entschieden, wie es mit dem Intel-Grundstück weitergehen soll. Ein verlockendes Angebot sorgte zwischenzeitlich für Verunsicherung.

Ursprünglich wollte der Stadtrat die Fläche selbst kaufen. (Archivbild)
Ursprünglich wollte der Stadtrat die Fläche selbst kaufen. (Archivbild)  © Peter Gercke/dpa

Bei der Sitzung des Magdeburger Stadtrat am Donnerstag wurde mehrstimmig beschlossen, auf das Vorkaufsrecht für das Intel-Gelände am Eulenberg zu verzichten.

Diese Entscheidung kommt, nachdem der Stadtrat die Fläche vor knapp einem Monat noch selbst kaufen wollte. Die Stadt war bereit, dafür große finanzielle Risiken einzugehen.

Grund für den Sinneswandel: Die geplante Finanzierung wurde vom Landesverwaltungsamt erneut abgelehnt. Laut der Volksstimme ging es um mindestens 184 Millionen Euro Kreditbedarf.

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Ohne Bedingungen zieht sich die Stadt jedoch nicht zurück, hieß es weiter. Im Gegenzug auf den Verzicht auf das Vorverkaufsrecht verlangt die Stadt laut Oberbürgermeisterin Simone Borris (63, parteilos) eine Rückzahlung von 24,6 Millionen Euro, die Magdeburg bereits investiert hat, und einen Sitz im Aufsichtsrat.

Trotz des Rückzugs glaubt die Stadt weiter an den Standort am Eulenberg. Das Ziel soll bleiben, eine große Industrieansiedlung mit hochwertigen Arbeitsplätzen zu schaffen.

Investor meldet sich vor Stichtag mit überraschendem Angebot

Laut Volksstimme-Information soll sich kurz vor der Abstimmung des Stadtrats ein Investor mit einem unschlagbaren Angebot gemeldet haben. Dieser wollte 100 Hektar der Fläche für rund 200 Millionen Euro kaufen. Das Problem: Das Gelände wäre dadurch teilweise "zerschnitten" worden. Das Angebot wurde daher abgelehnt.

Jetzt soll schnellstmöglich eine Vereinbarung mit dem Land geschlossen werden, um die Interessen der Stadt zu sichern. Intel plant nämlich, die Fläche bis Juni zu verkaufen.

Titelfoto: Peter Gercke/dpa

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