Magdeburg - Acht Tage lang stand der modernste Blitzer Magdeburgs vom 18. bis 26. März auf der B71 hinter der Behelfsbrücke am Damaschkeplatz. Bei seiner Auswertung kam heraus: Ein Autofahrer hatte es dort übertrieben.
Unter den Autofahrern muss sich herumgesprochen haben, dass die Landeshauptstadt ein Brückenproblem hat. Alles angefangen hat es mit der Ring-Überführung im Jahr 2024 am Damaschkeplatz.
Inzwischen steht dort eine Behelfsbrücke, die jedoch mit Vorsicht befahren werden sollte. Sie ist nicht nur eng, hat kleine Rampen, die den Übergang vom Asphalt zum Stahl bilden, sondern sie befindet sich auch direkt an der Baustelle zur neuen Straßenbahntrasse ins Neustädter Feld.
Nicht umsonst sind dort maximal 30 Kilometer pro Stunde erlaubt. Lastwagen müssen beim Überqueren sogar 70 Meter Abstand voneinander halten. Deshalb hat das Ordnungsamt an dieser Stelle seinen neuesten Blitzer-Anhänger aufgestellt.
Innerhalb der acht Tage Standzeit wurden von dem Gerät 751 Verstöße festgestellt, teilte Pressesprecher Michael Reif nach TAG24-Anfrage mit. Das schnellste Auto wurde dabei mit 72 km/h festgestellt.
Nach Toleranzabzug bleiben noch immer 69 km/h übrig. Laut dem Bußgeldkatalog muss der Fahrer jetzt mit Bußgeld in Höhe von 260 Euro, zwei Punkten sowie einem Monat Fahrverbot rechnen.
Wie viel Geld die Stadt durch den Blitzer insgesamt eingenommen hat, könne erst gesagt werden, wenn alle Verfahren abgeschlossen sind. Eines ist jedoch sicher: Seine Anschaffung hat sich längst gelohnt.