Frau (†47) rettet Kind: Heftige Kritik nach tödlichem Straßenbahnunglück in Magdeburg

Magdeburg - Nach einem tragischen Straßenbahnunfall am Samstag in Magdeburg sitzt der Schock bei vielen Menschen noch tief. Neben der großen Anteilnahme wird nun jedoch auch Kritik laut.

Trotz sofortiger Rettungsmaßnahmen verstarb die 47-Jährige noch am Unfallort. (Symbolbild)  © Stefan Deutsch/MVB

In den sozialen Medien wird die Verstorbene immer wieder als Heldin bezeichnet. Hunderte Menschen sprechen hier Beileidsbekundungen für die Familie und andere Betroffene aus.

Doch was war passiert? Am Samstagabend ist eine 47-jährige Frau an der Haltestelle Kastanienstraße im Stadtteil Neue Neustadt bei dem Versuch, ein Kind vor einer herannahenden Straßenbahn zu retten, selbst ums Leben gekommen.

Auf TAG24-Nachfrage, ob es sich bei dem Kind um ihr leibliches gehandelt habe, äußerte sich die Polizei bislang nicht. Auch die genauen Umstände bleiben weiterhin unbekannt.

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Neben den tröstenden Worten hagelt es auch immer wieder heftige Kritik im Netz. Hierbei geht es hauptsächlich um die Sicherheit an der genannten Haltestelle.

Der Bahnsteig sei für das hohe Verkehrsaufkommen viel zu schmal. "Die Haltestelle an der Kastanie war schon immer schlimm und eng", schreibt ein User auf Facebook. "Diese Doppelhaltestelle ist einfach gefährlich", kritisiert ein weiterer.

Während des Berufs- und Pendlerverkehrs sei es hier oftmals hektisch und unübersichtlich. Viele Personen sollen die Gleise zudem unaufmerksam queren. Die Social-Media-Nutzer fordern daher einen Umbau des riskanten Haltestellenbereichs.

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Familie und Fahrer von Notfallseelsorge betreut

Nach dem Unglück wurde die Familie von der Notfallseelsorge betreut. Wie die Volksstimme berichtet, soll die 47-Jährige am Tag des Unfalls mit mehreren Kindern unterwegs gewesen sein. Die familiären Verhältnisse sind auch hier weiterhin unbekannt.

Die Straßenbahnfahrer der betroffenen Bahn sowie der in entgegengesetzter Richtung fahrenden Bahn werden ebenfalls von Notseelsorgern versorgt.

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