Will Elon Musk in Magdeburg investieren? Das steckt hinter den Gerüchten
Magdeburg - Könnte der umstrittene US-Unternehmer Elon Musk (55) künftig in Sachsen-Anhalt investieren? Aussagen aus der Wirtschaft sorgen derzeit für entsprechende Spekulationen.
Wie die Volksstimme am Mittwoch berichtet, sprach Marco Langhof (61), Präsident der Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbände Sachsen-Anhalt, im Podcast "2,1 Millionen" über angebliche Anfragen aus dem Umfeld des US-Milliardärs.
Er habe gehört, "dass es Anfragen von Firmen von Elon Musk für Sachsen-Anhalt gibt", erklärte Langhof. Diese seien demnach "sehr aktuell".
Um welche Unternehmen es konkret gehen soll und für welchen Standort sie sich interessieren könnten, sagte er nicht.
Mit diesen Gerüchten rückt auch der High-Tech Park vor den Toren Magdeburgs in den Fokus. Nach dem Rückzug von Intel wird für das riesige Industriegebiet nach weiteren Investoren gesucht.
Ob eine Firma Musks tatsächlich Interesse an der Fläche hat, ist allerdings nicht bestätigt.
Der rund 1100 Hektar große Standort soll künftig breiter aufgestellt werden. Geht es nach dem Wunsch des Landes, sollen sich dort unter anderem Unternehmen mit Fokus auf digitale Industrie, KI-Technologien sowie Energie- und Umwelttechnik ansiedeln.
Landesregierung kann Musks Interesse nicht bestätigen
Auch die Landesregierung kenne bislang keine konkrete Musk-Anfrage.
Ministerpräsident Sven Schulze (47, CDU) erklärte laut dem Medienbericht, ihm sei eine solche nicht bekannt.
Finanzminister Michael Richter (72, CDU) konnte sie ebenfalls nicht bestätigen. Dabei schloss er jedoch nicht aus, dass möglicherweise bereits erste Kontakte ausgelotet werden.
Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgt Musks politische Nähe zur AfD. Vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt warb er öffentlich für die Partei. Nach deren Wahlsieg gratulierte er ebenfalls.
Ob es tatsächlich zu einer Investition kommt, bleibt damit völlig offen.
Bislang ist weder bekannt, welches Musk-Unternehmen angefragt haben soll, noch ob dabei überhaupt der Raum Magdeburg im Mittelpunkt steht.
Titelfoto: Bildmontage: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa, Mark Schiefelbein/AP/dpa

