Banden-Krieg in München? Polizei nimmt Verdächtigen fest
München - Nach einer blutigen Massenschlägerei im Norden der Landeshauptstadt wurde ein Verdächtiger festgenommen.
Alles in Kürze
- Polizei nimmt Verdächtigen nach Massenschlägerei in München fest
- Zwei 19-Jährige wurden teils schwer verletzt
- Machete wurde am Tatort sichergestellt
- Weitere Festnahme bei Durchsuchung einer Wohnung
- Verdächtiger zeigt keinen Widerstand bei seiner Festnahme

Wie die Polizei am Freitag mitteilte, erhärtete sich der Tatverdacht gegen den 27-Jährigen im Laufe der Ermittlungen zu einer Auseinandersetzung am Dienstag vor zwei Wochen.
Am 19. August waren in der Max-Bill-Straße in Schwabing-Freimann zwei Gruppen mit rund 30 Personen aneinander geraten, die bereits seit Längerem in Konflikt standen.
Bei der Schlägerei wurden zwei 19-Jährige teils schwer verletzt. Eine Machete wurde am Tatort sichergestellt. Die Polizei ermittelt seitdem wegen versuchter Tötung.
Der Haftbefehl des Amtsgerichts München gegen den 27-Jährigen konnte am gestrigen Donnerstag vollstreckt werden.
Bei seiner Festnahme im Landkreis Starnberg durch Kräfte einer Spezialeinheit habe der 27-Jährige keinen Widerstand geleistet, so die Polizei.
Straßenschlacht in Schwabing-Freimann: Zwei 19-Jährige schwer verletzt

Es ist nicht die einzige Festnahme im Zusammenhang mit dem Fall: Bei der Durchsuchung einer Wohnung an der Max-Bill-Straße am vergangenen Mittwoch musste die Polizei Warnschüsse abgeben.
Bei einem 52-Jähriger, der vor Ort für eine "gefährliche Situation" gesorgt haben soll, klickten die Handschellen. Der Iraker habe mit einer Schreckschusspistole auf die Beamten gezielt, verletzt wurde niemand.
Gegen ihn wird wegen Körperverletzung ermittelt. Er kam später wieder auf freien Fuß. Ob es sich bei dem Mann um den Vater des 27-Jährigen handelte, blieb zunächst unbestätigt.
Vor welchem die beiden Gruppen in Konflikt stehen, gab die Polizei aufgrund der laufenden Ermittlungen nicht bekannt.
Auch ein Zusammenhang mit der tödlichen Messerstecherei vom Korbinianplatz, bei der 2022 ein 18-jähriger Iraker starb, wurde nicht bestätigt.
Titelfoto: Peter Kneffel/dpa