Großeinsatz in München: Mann bedroht Nachbarn mit Schusswaffe
München - Ein Streit unter Nachbarn löste im Stadtteil Bogenhausen einen Großeinsatz der Polizei aus.
Ein 25-Jähriger mit türkischen Wurzeln meldete sich am Samstag gegen 15.50 Uhr bei der Polizei und gab an, dass er von seinem Nachbarn mit einer Schusswaffe bedroht werde.
Der 42-Jährige hatte sich dem Bericht zufolge vor der Wohnungstür befunden und den Jüngeren auch verbal bedroht. Anschließend zog sich der Mann wieder in seine eigene Wohnung zurück.
Mehrere Polizisten begaben sich nach Bogenhausen. Im Laufe der Ermittlungen vor Ort verließ der 42-Jährige unbewaffnet seine Wohnung und konnte von den Beamten gesichert werden.
Laut Polizei lieferte er eine wirre Begründung für sein Gebaren. Beamte durchsuchten seine Wohnung und entdeckten mehrere Waffen. Bei der verwendeten Schusswaffe handelte es sich um ein sogenanntes "doppelläufiges Druckluftknallgerät". Es wurde mit weiteren Gegenständen sichergestellt.
Aufgrund seines auffälligen Verhaltens wurde der 42-Jährige in ein Klinikum mit psychiatrischer Betreuung gebracht. Die Polizei ermittelt gegen ihn wegen Bedrohung und verschiedener Verstöße gegen das Waffengesetz.
Titelfoto: David Inderlied/dpa
