"Layla"-Original dröhnt auf dem Oktoberfest: TV-Total-Star legt Wiesn-Band rein

München - Sebastian Pufpaff (46), der Moderator der aktuellen "TV-Total"-Ausgaben, hat - je nachdem, wie man es betrachten will - für ordentlich Wirbel, beziehungsweise Stimmung gesorgt.

Der Song "Layla" sollte eigentlich erst gespielt werden, wenn er von den Gästen gefordert wird - und dann aber in der abgeänderten Fassung.
Der Song "Layla" sollte eigentlich erst gespielt werden, wenn er von den Gästen gefordert wird - und dann aber in der abgeänderten Fassung.  © AFP/Christoph Stache

Im ältesten Festzelt auf dem Münchner Oktoberfest, der Festhalle Schottenhamel, nutzte er offenbar seinen Bekanntheitsgrad, um der Wiesn-Band "Kapelle Schwarzfischer" während des Auftritts etwas ins Ohr zu flüstern - und das anscheinend erfolgreich.

Laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung stieg der 46-Jährige gegen 13.40 Uhr auf die Bühne und gab eine angebliche Anweisung des Wiesn-Wirts Christian Schottenhamel (59) weiter. Allerdings wusste dieser überhaupt nichts davon - und es war auch nicht in seinem Interesse.

Pufpaff soll den Musikern die angebliche Botschaft übermittelt haben, dass sie den vor allem auf sozialen Netzwerken umstrittenen Sommerhit "Layla" spielen sollen - und zwar im Original.

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Eigentlich hatten sich die Wiesn-Wirte darauf verständigt, den von vielen als sexistisch angesehenen Text für das größte Volksfest der Welt umzudichten. Ob man dabei tatsächlich eine sinnvolle Lösung gefunden hat, muss jeder für sich selbst beantworten.

"TV-Total"-Moderator Sebastian Pufpaff (46) hat sich mit der "Kapelle Schwarzfischer" einen Scherz erlaubt.
"TV-Total"-Moderator Sebastian Pufpaff (46) hat sich mit der "Kapelle Schwarzfischer" einen Scherz erlaubt.  © Rolf Vennenbernd/dpa

"Layla" soll eigentlich nur gespielt werden, wenn die Gäste es fordern

Fakt ist jedoch, dass statt der Aufreger-Zeile "Sie ist schöner, jünger, geiler" auf dem Fest eigentlich "Sie ist schöner, jünger, kleiner" gesungen werden sollte. Zumindest, von den Musikern auf der Bühne - auf das Publikum hat man am Ende ja keinen Einfluss.

Entsprechend überrascht war Schottenhamel. Die "Bild" zitiert den Wiesn-Wirt mit der Aussage, dass die Band den Song generell nur spielen sollte, wenn er von den Gästen gefordert werde. Und selbst dann nur mit dem geänderten Text. Und bestenfalls auch erst zu einer deutlich späteren Uhrzeit, als es Pufpaff schließlich provozierte.

Wie der Festwirt mit dem Streich des TV-Moderators umgehen will, ist noch nicht klar. Allerdings stehen die Chancen für den TV-Star nicht schlecht, dass ein derartiges "Vergehen" keine ernsten Konsequenzen nach sich ziehen wird.

Titelfoto: Montage: Rolf Vennenbernd/dpa + AFP/Christoph Stache

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