So schlägt sich Schwarzeneggers neue deutsche Stimme in "Terminator: Dark Fate"

Deutschland - Schade, aber unumgänglich! In "Terminator: Dark Fate" (>> TAG24-Filmkritik) hat Arnold Schwarzenegger in der deutschen Version eine neue Synchronstimme.

Arnold Schwarzenegger wird in "Terminator: Dark Fate" von Bernd Egger gesprochen.
Arnold Schwarzenegger wird in "Terminator: Dark Fate" von Bernd Egger gesprochen.  © PR/Twentieth Century Fox

Denn sein Stammsprecher Thomas Danneberg kann seiner Arbeit aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr nachgehen.

Der grandiose Synchronsprecher lieh Schwarzenegger seit 1979 seine ausdrucksstarke Stimme.

Und nicht nur ihm: Danneberg vertonte auch fast alle Filme mit Sylvester Stallone, Terence Hill und John Travolta, sprach darüber hinaus häufig Dennis Quaid, John Cleese, Dan Aykroyd, Nick Nolte und Rutger Hauer.

Wenige Sprecher waren so häufig und regelmäßig gebucht, wie der mittlerweile 77-jährige Berliner. Die deutsche Synchronkartei listet sage und schreibe 1509 Sprechrollen auf!

Umso schwerer ist für die Zuschauer hierzulande die Umgewöhnung. Stallone wird nun beispielsweise mit mäßigem Erfolg (wieder) von Jürgen Prochnow gesprochen, der ihn schon im ersten "Rocky"-Film vertonte (TAG24 berichtete).

Schwarzenegger hat nun mit Bernd Egger in "Terminator: Dark Fate" eine neue Stimme, der von seinem Klang her sehr stark an seinen Vorgänger erinnert.

Bernd Egger synchronisiert Arnold Schwarzenegger in "Terminator: Dark Fate" gut

Zwar überzeugt Arnold Schwarzenegger selbst, Egger kommt aber trotz guter Leistung nicht ganz an die außergewöhnliche Qualität von Danneberg heran.
Zwar überzeugt Arnold Schwarzenegger selbst, Egger kommt aber trotz guter Leistung nicht ganz an die außergewöhnliche Qualität von Danneberg heran.  © PR/Twentieth Century Fox

Dennoch gibt es einige Unterschiede zwischen den beiden, obwohl sich Egger erkennbar an Danneberg orientiert.

An die außergewöhnliche Qualität seines Vorgängers kommt er hinsichtlich seiner Ausdrucksstärke, seines Timings und vor allem seiner Betonung leider nicht ganz heran, weshalb es nicht unbedingt von Nachteil ist, dass "Arnie" als T-800 in "Dark Fate" nicht so viele Dialogzeilen hat und nur eine größere Nebenrolle spielt.

Dennoch liefert Egger keine schlechte Arbeit ab. Gelöst von allen Vergleichen macht er seine Sache sogar gut und bewahrt Schwarzeneggers Charisma.

Während der Berliner Pressevorführung konnte er sogar für Lacher sorgen, als Schwarzenegger als T-800 in seiner Waldhütte in Texas im Gespräch mit Sarah Connor (Linda Hamilton), Grace (Mackenzie Davis) und Dani Ramos (Natalia Reyes) gut getimt erklärte, dass er "humorvoll" sei und deshalb von Menschen gemocht werde.

Auch davon abgesehen sorgt Schwarzenegger-Egger dank einiger gut übersetzter Dialoge für auflockernde Szenen. Trotzdem ertappt man sich einige Male dabei, Danneberg zu vermissen.

Dennoch man kann nur hoffen, dass Kontinuität einkehrt und Egger, der erst seit 2015 als Synchronsprecher tätig ist und vorher beim Radio arbeitete, "Arnie" dauerhaft spricht und noch stärker in die Rolle hineinwächst. Denn auch Danneberg musste sich erst entwickeln und wurde mit wachsender Erfahrung besser. Gleiches ist auch seinem Nachfolger zuzutrauen.

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