Hunde träumen sehr lebhaft: Dieses Video liefert einen lustigen Beweis

Ja, Hunde jagen auch in ihren kühnsten Träumen Nachbars Katze oder leckeren Kaninchen hinterher. Die Beine und Lefzen zucken, dass es kein Halten mehr gibt. Doch was passiert eigentlich während der vielen Stunden Schlaf, wovon träumen unsere Vierbeiner?

Auch Hunde brauchen Phasen der Entspannung und des Tiefschlafs.
Auch Hunde brauchen Phasen der Entspannung und des Tiefschlafs.  © 123rf.com/Jaromír Chalabala

Ausreichend Schlaf ist absolut überlebensnotwendig. Er fördert die Konzentration, das Lernvermögen und die Gedächtnisfähigkeit.

Über den ganzen Tag verteilt legen die Vierbeiner immer wieder kurze Nickerchen ein, dabei passen sie sich auch den Lebensumständen ihrer Herrchen an. Manche Hunde sind an nicht mal 20 Prozent des Tages wirklich aktiv.

Fehlender Schlaf kann das Tier unausgeglichen, aggressiv und sogar richtig krank machen. Hunde verarbeiten im Traum ihren Alltag. Dementsprechend reagiert ihr Körper im Schlaf eben mit Knurren, Bellen oder Laufbewegungen.

Doch schon gewusst? Was Bello träumt, hängt auch von seiner Rasse ab.

Schlafende Hunde sollte man nicht wecken

Wie kleine Kinder brauchen auch Welpen täglich eine Riesen Portion Schlaf, um alle Eindrücke zu verarbeiten.
Wie kleine Kinder brauchen auch Welpen täglich eine Riesen Portion Schlaf, um alle Eindrücke zu verarbeiten.  © 123rf.com/Iurii Sokolov

Ein Hund befindet sich auf der geistigen Entwicklungsstufe eines 2-jährigen Kindes. Ebenso sieht es mit seinem Schlafbedürfnis aus.

12 bis 14 Stunden schläft der beste Freund des Menschen gerne mal am Tag. Dazu kommen natürlich noch entspannte Phasen des Dösens. Ein ruhiger Schlafplatz als Rückzugsort lädt die Fellnase zum Entspannen ein.

Ob Hund oder Katze: Die Schlaflähmung sorgt beim Tier dafür, dass sie nicht mitten im Schlaf aufspringen und losrennen, um ihre Beute zu jagen.

Wenn sie aus ihren temperamentvollen Träumen erwachen, kommt es aber schon vor, dass sie noch im Geiste des Traums auf einmal lossprinten.

Dieses schnelle Umschalten kann das Tier stressen und zu nicht vorhersehbaren Reaktionen führen. Also gilt: Schlafende Hunde lieber nicht oder nur ganz vorsichtig wecken.

In welcher Schlafphase träumen Hunde?

Regelmäßiger Schlaf ist überlebensnotwendig und hält das Tier gesund.
Regelmäßiger Schlaf ist überlebensnotwendig und hält das Tier gesund.  © 123rf.com/damedeeso

Schlafen die Fellnasen ein, wird ihre Atmung anfangs ganz regelmäßig und sie fallen in einen Tiefschlaf.

Nach ungefähr 20 Minuten fangen die Augen hinter den Lidern unserer vierbeinigen Freunde an zu zucken und die Träumerei kann beginnen.

In seinem Buch "Können Hunde träumen?" geht der bekannte Psychologieprofessor Stanley Coren der Frage auf den Grund. An der British Columbia Universität in Kanada forscht er seit mehreren Jahrzehnten an den populärsten Mythen über Hunde.

Coren bestätigt, dass die Gehirnwellen von schlafenden Hunden denen des Menschen sehr ähnlich sind.

Die REM Phase (Rapid Eye Movement) kennen wir auch vom menschlichen Schlaf. Wie Coren in einem Interview mit der Welt erzählte, träumen kleine Hunde viel häufiger als große Vierbeiner. Bei einem großen Hund ist der Traum dafür meist länger. Auch die Rasse beeinflusst das Träumen.

Schnelle Augenbewegungen sind erst der Anfang. Das Zucken durchzieht irgendwann den ganzen Körper. Enthusiastisches Bellen oder Knurren umrahmt von zuckenden Lefzen und Beinen, bringt die Besitzer immer wieder zum Lachen.

Das individuelle Schlafbedürfnis hängt ganz von der Rasse, Größe und dem Alter des Hundes ab. Auch der Inhalt der Träume ist abhängig von der Rasse. So wird ein Jagdhund wahrscheinlich eher von einem Kaninchen träumen.

Welpen, kranke, größere und ältere Hunde schlafen vergleichsweise länger. Sie brauchen mehr Phasen der Ruhe, um zu regenerieren und sich mit neuen Kräften in den Tag zu stürzen.

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