Unwetter und Superzelle! So schlimm sieht es an der Adria aus

Italien - Es sind schreckliche Bilder und Videoaufnahmen, die von einer unglaublichen Zerstörungskraft eines heftigen Unwetters zeugen! Schwere Gewitter, eine Superzelle und riesige Hagelkörner sorgten am Dienstag und Mittwoch für Chaos an der italienischen Adriaküste (TAG24 berichtete).

Ein verwüstetes Schwimmbad und ein Baum, der auf ein Auto gekracht ist, zeugen von dem heftigen Unwetter in Milano Marittima.
Ein verwüstetes Schwimmbad und ein Baum, der auf ein Auto gekracht ist, zeugen von dem heftigen Unwetter in Milano Marittima.  © Screenshot/Facebook/NotizieMeteoItalia

Besonders hart traf es dabei den beliebten Urlaubsort Milano Marittima, in dem Moderatorin Michelle Hunziker jeden Sommer ihren Urlaub verbringt und gerade dort mit ihrem Ehemann und zwei ihrer drei Töchter weilt.

Gegen 9.30 Uhr am Mittwoch war ein sogenannter "Downbust" erst über dem Meer des Badeortes zu sehen. Später zog eine Superzelle, die aussah wie ein Tornado, durch den beliebten Pinienwald des Ortes und hinterließ dort eine Schneise der Verwüstung. Rund 200 Pinien fielen um.

In anderen Videos halten Urlauber fest, wie Bäume durch die heftigen Winde umkippen, auf Autos krachen und die Straßen blockiert sind.

Das heftige Unwetter war bereits am Dienstagabend gestartet und zog dann entlang der Adriaküste. Die Privatstrände wurden teilweise komplett zerstört, Liegen und Schirme sowie Mülleimer flogen durch die Gegend, die Urlauber versuchten, sich rechtzeitig noch in Sicherheit zu bringen.

Die Strände des beliebten Urlaubsortes an der Adria wurden komplett verwüstet.
Die Strände des beliebten Urlaubsortes an der Adria wurden komplett verwüstet.  © Screenshot/Facebook/NotizieMeteoItalia

Trotz der heftigen Winde und des Hagels gab es in Milano Marittima lediglich eine leicht verletzte Frau.

Dass die Strandbesitzer wissen, wie sie mit einer solchen Situation umzugehen haben, zeigt ein Foto der Facebookseite des Ortes. Dort zeigt eine Bildmontage den Zustand eines Strandabschnittes um 10 Uhr am Mittwochmorgen und um 19 Uhr am Mittwochabend.

Innerhalb weniger Stunden hatten Helfer zumindest die Schirme wieder in Reih und Glied gestellt, von der morgendlichen Verwüstung war nichts mehr zu sehen.

An anderen Orten der Adria hagelte es heftig, gab es Überschwemmungen. Bilder und Videos zeugen davon, wie Autos von der Straße gespült worden, dicke Hagelkörner auf Scheiben und im Meer einschlagen. Auch die dunklen, über den Stränden aufziehenden Wolken wurden festgehalten.

Ein Foto aus Pescara zeigt, wie ein Mann zwei überdimensionale Hagelkörner in der Hand hält, die nach dem Unwetter auf den Boden gefallen waren.

In den Wochen vor dem Unwetter herrschte über einen langen Zeitraum extreme Hitze entlang der Adria. Temperaturen um die 35 Grad jeden Tag ließen die Einwohner und Touristen in der Region mächtig schwitzen.

Dass die Abkühlung jedoch so heftig und mit schlimmen Verwüstungen einhergehen würde, damit hatte keiner gerechnet. Die Gemeinden versuchen nun, die Schäden zu beseitigen und die Urlaubszeit gut zu überstehen, denn die Region lebt vom Tourismus.

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