Neue Skyline? Wird Leipzig zur "Hochhaus-Stadt"?

Leipzig - Die Freibeuter-Fraktion will hoch hinaus. In der nächsten Sitzung im Rathaus wollen die Stadtratsmitglieder den "Masterplan Hochhäuser" diskutieren.

Bisher ist die "Skyline von Leipzig" überschaubar.
Bisher ist die "Skyline von Leipzig" überschaubar.  © Stadt Leipzig

Bekommt die Stadt eine Skyline? Noch sind die hochgeschossenen Gebäude in Leipzig überschaubar - lediglich einzelne Schmuckstücke wie der MDR-Turm, das Wintergartenhochhaus oder das Neue Rathaus ragen auch bei weiter Entfernung aus dem Stadtbild heraus.

Geht es nach den Freibeutern, gibt es dringenden Nachholbedarf. Die Fraktion fordert: "Mehr Bauten in die Höhe statt in die Breite". Schließlich werden neue Wohnungen dringend benötigt. Überall in der Stadt werden derzeit bisher ungenutzte Freiflächen erschlossen und in zukünftige Wohnviertel umgewandelt.

So entsteht auf dem Gelände hinter dem Bayerischen Bahnhof ein Areal, auf dem insgesamt 2700 Menschen ein neues Zuhause finden sollen (TAG24 berichtete). Auch am Rosental soll ein neues Viertel entstehen, ebenso wie auf dem Gelände der ehemaligen Sternburg-Brauerei in Lützschena-Stahmeln und hinter dem Hauptbahnhof im Norden Leipzigs.

Da immer mehr Menschen nach Leipzig zuziehen, sehen die Freibeuter aber auch Handlungsbedarf auf "höherer Ebene". René Hobusch (FDP), stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Freibeuter, erklärt: "Leipzig wächst, mehr Wohnungen werden dringend benötigt. Vor diesem Hintergrund ist es an der Zeit, sich Gedanken über mehr Bauten in die Höhe statt in die Breite zu machen."

Hochhäuser neben grünen Oasen?

René Hobusch (FDP), stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Freibeuter, fordert: "Mehr Bauten in die Höhe statt in die Breite".
René Hobusch (FDP), stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Freibeuter, fordert: "Mehr Bauten in die Höhe statt in die Breite".  © Screenshot/Facebook, FDP Leipzig

In einem Masterplan, an dem auch die Leipziger selbst beteiligt werden sollen, möchte die Fraktion mögliche Standorte und Gestaltungsvorschläge "für eine hochgeschossige Bebauung" aufzeigen. Dadurch würde auch dem Wunsch entsprochen, Flächen und Stadtgrün zu schonen.

Immer wieder kam es in der Vergangenheit zu Protesten gegen die Bebauung freiliegender Areale. Zuletzt entbrannte eine hitzige Diskussion über die Freifläche am Wilhelm-Leuschner-Platz. Dort ist eine Markthalle geplant. Umweltschützer gingen gegen die Planungen auf die Barrikaden, da das Areal zum Lebensraum von 29 Vogelarten geworden ist.

Ob in Zukunft auf Hochhäuser à la New York gesetzt wird, um Platz zu sparen? In der nächsten Stadtratssitzung am Mittwoch, den 17. April, wollen die Freibeuter den "Masterplan Hochäuser" zur Diskussion auf den Tisch bringen.

Titelfoto: Stadt Leipzig

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