AfD klar vor CDU! Verliert Friedrich Merz den Rückhalt in seiner Partei?

Mainz - Wenn am kommenden Sonntag "wirklich" Bundestagswahl wäre, so läge die in Teilen rechtsextreme AfD ganz klar vorne: Die aktuelle Umfrage für das "ZDF-Politbarometer" zeigt zudem, dass Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) weiter extrem unbeliebt in der Bevölkerung ist und inzwischen auch eine Mehrzahl der Anhänger seiner Partei daran zweifelt, dass die Christdemokraten noch in Gänze hinter ihrem Kanzler stehen.

Bundeskanzler im anhaltenden Stimmungstief: Friedrich Merz (70, CDU) ist schon seit längerer Zeit sehr unbeliebt bei den Deutschen.  © Kay Nietfeld/dpa

Die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen hat von Montag bis Mittwoch 1274 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte befragt. Zu den Ergebnissen dieser als repräsentativ angesehenen Umfrage gehört wie üblich eine Bundestagswahl-Projektion.

Demnach käme die AfD auf 27 Prozent (plus 1 im Vergleich mit dem Wert von Ende Mai) und wäre damit stärkste Partei vor CDU/CSU, die zusammen auf 25 Prozent (plus 1) kämen. Die Grünen kämen auf 14 Prozent (minus 1), die SPD bliebe unverändert auf ihrem Rekordtief von 12 Prozent und die Linke läge bei 11 Prozent (Minus 1). "Mit diesem Ergebnis hätte Schwarz-Rot weiterhin keine Mehrheit", ergänzte ein ZDF-Sprecher.

Bundeskanzler Merz ist laut der aktuellen Umfrage weiter äußerst unbeliebt: "69 Prozent stellen ihm ein schlechtes Zeugnis aus", teilte der Mainzer Sender mit. Nur 27 Prozent seien "eher zufrieden" mit der Arbeit des Kanzlers. Vier Prozent gaben keine Einschätzung ab.

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Eine klare Mehrheit von 63 Prozent vertritt zudem die Meinung, dass die CDU "nicht voll hinter dem Bundeskanzler steht". Diese Einschätzung teilen auch 52 Prozent der CDU/CSU-Anhänger.

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Wäre am nächsten Sonntag Bundestagswahl, so läge die AfD mit 27 Prozent vorne.  © ZDF/Forschungsgruppe Wahlen
Eine knappe Mehrheit der Anhänger von CDU und CSU glaubt nicht, dass Bundeskanzler Merz weiter den Rückhalt seiner Partei hat.  © ZDF/Forschungsgruppe Wahlen

Umfrage für ZDF-Politbarometer: Ist Stimmung in Deutschland zu pessimistisch?

Nur eine knappe Mehrheit der Bevölkerung glaubt an den Fortbestand der schwarz-roten Regierungskoalition bis zum regulären Ende der Legislatur.  © ZDF/Forschungsgruppe Wahlen

Trotz der sehr schlechten Werte für den Kanzler glaubt eine knappe Mehrheit (52 Prozent), dass die Koalition von CDU/CSU und SPD bis zur nächsten regulären Bundestagswahl 2029 bestehen bleiben wird.

Eine große Minderheit von 43 Prozent rechnet jedoch mit einem vorzeitigen Bruch des Parteien-Bündnisses.

Die aktuelle Stimmung in Deutschland nehmen der Umfrage zufolge 63 Prozent als "zu pessimistisch" wahr. In dieser Gruppe bilden die Anhängerschaften von CDU/CSU, SPD, Grünen und Linke die Mehrheit.

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Hingegen glauben 34 Prozent nicht, dass der Pessimismus in Deutschland übertrieben ist. In dieser Gruppe stellen die Anhänger von AfD und FDP die Mehrheit.

Eine deutliche Mehrheit glaubt nicht an einen weiteren Weltmeister-Titel für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft.  © ZDF/Forschungsgruppe Wahlen

Auch zur bald beginnenden Fußball-Weltmeisterschaft erhoben die Mannheimer Forscher ein Stimmungsbild. Eines der Ergebnisse: "Nur 15 Prozent glauben, dass Deutschland den Titel holen wird, 72 Prozent bezweifeln das."

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