Influencerin Laura disst Friedrich Merz: "Macht es natürlich nicht besser"

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Kassel - "Dass Politiker wie Friedrich Merz ständig sagen, wir müssen noch produktiver sein, noch mehr arbeiten, noch mehr leisten, macht es natürlich nicht besser", betont Politik-Influencerin Laura Strutzke (21) in ihrem jüngsten Instagram-Reel. Dabei ist ihre Kritik am Bundeskanzler fundamental, denn sie spricht in dem Clip über Demokratie.

Politik-Influencerin Laura Strutzke (21) ist klar dem linken Spektrum zuzuordnen: Sie fordert "höhere Löhne, kürzere Arbeitszeiten und weniger Leistungsdruck".
Politik-Influencerin Laura Strutzke (21) ist klar dem linken Spektrum zuzuordnen: Sie fordert "höhere Löhne, kürzere Arbeitszeiten und weniger Leistungsdruck".  © Screenshot/Instgaram/werdetlautmitlaura

"Eine demokratische Gesellschaft braucht Menschen, die Zeit zum Denken haben, Zeit zum Lesen haben, Zeit zum Diskutieren oder auch zum Reflektieren haben", betont die im nordhessischen Kassel aufgewachsene 21-Jährige in dem Video, das am Dienstagnachmittag auf der Foto-Plattform veröffentlicht wurde.

"Wir müssen also ganz, ganz dringend Bildung zugänglich machen. Das bedeutet kostenlose Bibliotheken, gute öffentliche Schulen, Räume für Diskussionen, höhere Löhne, kürzere Arbeitszeiten und weniger Leistungsdruck", fordert Laura.

Insbesondere mit den letzten drei Punkten geht sie in klare Opposition zu der Politik von Friedrich Merz (70, CDU) und der von ihm geführten schwarz-roten Bundesregierung.

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Schon Anfang des Jahres forderte der Kanzler, dass die Deutschen mehr arbeiten sollten. Aktuell bereitet seine Regierung eine Reform des Arbeitszeitgesetzes vor, durch die Abweichungen von der gegenwärtigen Norm eines Acht-Stunden-Arbeitstages vereinfacht werden sollen.

Experten warnen, dass durch die diskutierte Reform im Extremfall eine Sechstagewoche mit bis zu 73,5 Stunden drohe!

Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU), möchte, dass in Deutschland mehr gearbeitet wird.
Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU), möchte, dass in Deutschland mehr gearbeitet wird.  © Kay Nietfeld/dpa

Laura Strutzke: "Für unsere Demokratie ist das extrem gefährlich"

Die 21-Jährige macht sich Sorgen um die Demokratie in Deutschland, da Bildung "extrem ungleich verteilt" sei.
Die 21-Jährige macht sich Sorgen um die Demokratie in Deutschland, da Bildung "extrem ungleich verteilt" sei.  © Screenshot/Instgaram/werdetlautmitlaura

Influencerin Laura bemängelt in ihrem Reel auch, dass schon jetzt die Teilhabe an Bildung für viele Menschen in Deutschland problematisch sei.

Wissen sei "extrem ungleich verteilt". Sie sei in dieser Hinsicht privilegiert, denn sie habe trotz ihres jungen Alters "Zeit zum Lesen und überhaupt erst den Zugang zu Büchern, zu Medien, zu Diskussionen" gehabt. Doch das bedeute ausdrücklich nicht, dass sie schlauer als andere sei, betont Strutzke.

Der Großteil der Menschen habe schlicht nicht den Zugang zu derartigen Privilegien und Ressourcen: "Die sind den ganzen Tag am Arbeiten, im Existenz-Stress, am sich kümmern und irgendwie einfach am Funktionieren."

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"Das heißt aber gleichzeitig: Diese Menschen sind nicht dumm, oder unpolitisch, sondern einfach extrem erschöpft", erklärt die 21-Jährige.

Zugleich warnt sie: "Für unsere Demokratie ist das extrem gefährlich. Wer erschöpft ist, der informiert sich natürlich nicht über lange Texte und komplexe Analysen, würde ich auch nicht machen, sondern eher über Schlagzeilen und Social-Media-Videos."

Daraus entstünden "emotionale Zuspitzung und einfache Feindbilder, also der perfekte Nährboden für Propaganda".

Laura Strutzke ist als Politik-Influencerin ganz klar dem linken Spektrum zuzuordnen: Erst kürzlich rief sie auf Instagram zu mehr Solidarität und Klassenbewusstsein unter den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern auf.

Titelfoto: Montage: Kay Nietfeld/dpa, Screenshot/Instgaram/werdetlautmitlaura

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