Erfurt - Nach der Aberkennung des akademischen Grades von Mario Voigt (48, CDU) hat Björn Höcke (53, AfD) den Thüringer Ministerpräsidenten hart kritisiert.
Voigt habe sich nicht nur einen Doktortitel erschlichen, sondern faktisch auch das Amt des Ministerpräsidenten, erklärte Höcke in einer Mitteilung der Thüringer AfD-Landtagsfraktion.
"Mario Voigt hat nicht nur seine Wähler getäuscht, er hat nicht nur die Würde der Universität Chemnitz beschädigt, sondern vor allem dem Freistaat Thüringen einen schweren Schaden zugefügt", wird der AfD-Frontmann zitiert.
Darüber hinaus legte er dem 48-Jährigen den Rücktritt nahe. "In der Geschichte Thüringens war ein politischer Rücktritt kaum je überfälliger als in diesem Fall."
Daniel Haseloff (37), Generalsekretär der AfD Thüringen und stellvertretender Fraktionsvorsitzender im Thüringer Landtag, forderte hingegen den sofortigen Rücktritt von Voigt als Ministerpräsident.
Die TU Chemnitz hatte Mario Voigt den Doktortitel entzogen. Der Regierungschef kündigte allerdings an, gegen die Entscheidung der Philosophischen Fakultät zu klagen.