Bodo Ramelow will König Charles III. nach Thüringen einladen

Erfurt - Zahlreiche historische Orte in Thüringen haben zum Tag des offenen Denkmals wieder Besucher empfangen. Dabei waren am Sonntag landesweit auch Objekte zugänglich, die sonst fürs Publikum verschlossen blieben.

Thüringens Regierungschef Bodo Ramelow (66, Linke) würde sich über einen Besuch des neuen britischen Königs Charles III. freuen.
Thüringens Regierungschef Bodo Ramelow (66, Linke) würde sich über einen Besuch des neuen britischen Königs Charles III. freuen.  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Laut der Deutschen Stiftung Denkmalschutz gewährten im Freistaat 400 Denkmale Einblicke in die Geschichte. Das diesjährige Programm stand unter dem Motto "KulturSpur. Ein Fall für den Denkmalschutz".

Geboten wurden neben Sonderführungen auch Konzerte, Vorträge und Ausstellungen. Im Schloss Reinhardsbrunn (Kreis Gotha) etwa lag der Fokus zum Denkmaltag auf der Parkanlage. Das märchenhaft anmutende Ensemble war jahrelang dem Verfall preisgegeben, bevor der Freistaat es in einem bundesweit einmaligen Enteignungsprozess in die Obhut des Landes nahm.

Derzeit wird an einem Sanierungs- und Nutzungskonzept für die Anlage gearbeitet. Der 11. September ist zugleich der 795. Todestag des in Reinhardsbrunn beigesetzten Landgrafen Ludwig IV., Ehemann der Heiligen Elisabeth von Thüringen.

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Ministerpräsident Bodo Ramelow (66, Linke) kündigte zum Denkmaltag in Reinharsbrunn an, den neuen englischen König Charles III. (73) nach Thüringen einladen zu wollen. "Wir wollen, dass auch der neue König einen Blick darauf hat, dass seine Familie von hier ist", sagte Ramelow und verwies auf die deutschen Wurzeln des Hauses Windsor, die bis nach Gotha reichen.

Die Vorfahren des Königs hätten schon in Reinhardsbrunn gespielt, sagte Ramelow.

Bundesweit werden jedes Jahr am zweiten Sonntag im September zahlreiche Bauten und archäologische Denkmale für Besucher geöffnet, um so ein Bewusstsein für die erbaute Geschichte zu schaffen und für den Erhalt des Kulturguts zu sensibilisieren.

Titelfoto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

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