Bodo Ramelow kritisiert Deutsche Bahn: Wollen Lokführer-Gewerkschaft kaputtmachen

Erfurt - Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (68, Linke) hat die Deutsche Bahn im Tarifstreit mit der Gewerkschaft der Deutschen Lokführer (GDL) scharf kritisiert.

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (68, Linke) hat der Deutschen Bahn im Tarifkonflikt mit der GDL schwere Vorwürfe gemacht.
Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (68, Linke) hat der Deutschen Bahn im Tarifkonflikt mit der GDL schwere Vorwürfe gemacht.  © Martin Schutt/dpa

Die Bahn versuche, die GDL als Organisation kaputtzumachen, sagte der 68-Jährige dem Radiosender MDR Aktuell am Montag.

Laut Ramelow wolle die Bahn erreichen, dass die Gewerkschaft nicht mehr über Tarife verhandeln dürfe.

"Ich verstehe den Arbeitgeber Deutsche Bahn hier überhaupt nicht mehr." Wenn das Unternehmen nicht die Kurve kriege, "dann wird man nicht zu einem Ergebnis kommen", glaubt Thüringens Regierungschef, der die GDL bei früheren Tarifstreits als Schlichter vertreten hatte.

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Nach erneut gescheiterten Verhandlungen zwischen Bahn und GDL geht Ramelow davon aus, dass es zu "harten Streiks" kommen kann. "Das sind die sogenannten Erzwingungsstreiks und ich glaube, dass wir dann gut beraten sind, uns deutlich zu machen, dass die GDL bei all den Arbeitskämpfen immer deutlich gemacht hat, es geht ihnen um die Arbeitszeit", betonte der Linke-Politiker.

Die Lokführer-Gewerkschaft will nach dem Abbruch der Gespräche bis zum Mittag über ihr weiteres Vorgehen informieren. Möglich sind neue Streiks.

Titelfoto: Martin Schutt/dpa

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