Debatte über FDP-Chef Christian Lindner entbrannt: Wie krank ist er wirklich?

Berlin - Der an Corona erkrankte FDP-Chef Christian Lindner (43) hat durch seinen Auftritt beim Parteitag der Liberalen per Zuschaltung aus Washington eine Debatte über seinen Gesundheitszustand ausgelöst.

FDP-Bundesvorsitzender Christian Lindner (43) spricht beim FDP-Bundesparteitag per Zuschaltung aus Washington.
FDP-Bundesvorsitzender Christian Lindner (43) spricht beim FDP-Bundesparteitag per Zuschaltung aus Washington.  © Michael Kappeler/dpa

Auf Twitter fragten sich viele Menschen am Samstag, wie fit oder krank er wirklich ist. Auch dass die rund 660 Delegierten in einer Halle in Berlin eng zusammensitzen und keine Maske tragen, wurde vielfach kritisiert.

"Hab gerade Lindner auf dem Bundesparteitag gesehen. Total verschwitzt und sichtlich mitgenommen. Aber man darf sich ja nix anmerken lassen, denn Omikron ist ja jetzt harmlos...", twitterte eine Frau. "Er ist mies krank", glaubte eine andere zu wissen.

"BPT22 der FDP in Präsenz und weitgehend ohne Masken, eng beieinander sitzend. Lindner in Quarantäne in Washington. Lobt die Präsenzveranstaltung und glänzt wie eine Speckschwarte… Fieber, Herr Lindner?", fragte eine andere Nutzerin.

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"Du hast Corona oder eine andere ansteckende Krankheit? Teil sie mit anderen! Deine FDP", hieß es an anderer Stelle. Nicht minder ironisch formuliert war ein Rat an Lindner: "Machen Sie sich keine Sorgen, ist nur eine leichte Erkältung und das ganze Gedöns mit Long Covid ist sicher auch völlig aus der Luft gegriffen; ansonsten fragen Sie einfach ihrer Top Virologen Buddy Buschmann um Rat. Gute Besserung." [Rechtschreibung aller Kommentare entspricht dem Original, Anm. d. Red.]

Ausgelöst wurde die Diskussion dadurch, dass Lindner während seiner rund 40-minütigen Parteitagsrede deutlich schwitzte. Ein Standbild seines Auftritts verbreitete sich rasch im Internet.

Auf Twitter überschlugen sich die Kommentare

Stellvertretender FDP-Chef Wolfgang Kubicki eröffnete den Parteitag

Mehrere führende FDP-Politiker hoben beim Parteitag hervor, dass es den Liberalen zu verdanken sei, dass Deutschland nach zwei Jahren Einschränkungen durch die Corona-Pandemie wieder zur "Normalität" zurückgekehrt sei.

"Und ich sage mal: Hätte (Gesundheitsminister) Karl Lauterbach nicht den Beschluss der 16 Gesundheitsminister zurückgenommen, dass wir nicht mehr in Quarantäne müssen, wenn wir infiziert sind, dann wäre Christian Lindner heute bei uns und nicht in Washington", sagte der stellvertretende FDP-Chef Wolfgang Kubicki bei der Eröffnung des Parteitags.

Der 43-Jährige war am Donnerstag nach einem Treffen der G7-Finanzminister in Washington positiv auf das Coronavirus getestet worden und befindet sich nun dort in Isolation.

Titelfoto: Michael Kappeler/dpa

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